
Metaphern spielen außerhalb der Sprach- und Literaturwissenschaften, der Rechtswissenschaft sowie der Theologie, wo sie seit jeher von Bedeutung sind, eine zentrale epistemologische Rolle in der Mathematik sowie in den Natur- und Sozialwissenschaften. Metaphern bilden in ihrer Erkenntnisfunktion aber auch die Grundlage für zunächst disparate Gebiete der Philosophie, von der Sprachphilosophie, der Hermeneutik, der philosophischen Anthropologie und der Wissenschaftstheorie über die philosophische Rhetorik, Ästhetik und Ideologiekritik bis hin zur Philosophie des Geistes und der Verkörperungsphilosophie. Diese Gebiete überschneiden sich wiederum mit anderen Wissenschaften, wie der Soziologie oder der Psychologie. Ausgehend von zunächst unverbunden erscheinenden Bereichen wissenschaftlicher Erkenntnis versammelt der Band interdisziplinär Beiträge zur figurativen Erkenntnis. Aufgegriffen werden dabei unter anderem Ansätze der Analytischen Philosophie, der Kritischen Theorie, der Psychoanalyse, der Kulturphilosophie und der Dekonstruktion im weitesten Sinn. Auf diese Weise arbeiten die Beiträge je verschieden hin auf eine transdisziplinäre Epistemologie der Metapher.
Book, Veröffentlichung der TU Braunschweig, ddc:190
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