
Der Klimawandel lässt sich nur eindämmen, wenn die Menschheit ihren Treibhausgasausstoß drastisch reduziert. Emissionseinsparungen haben oberste Priorität. Sie werden jedoch nicht ausreichen, um die globale Erwärmung auf deutlich unter 2, möglichst auf 1,5 Grad Celsius, zu begrenzen. Will die Welt das Pariser Klimaziel erreichen, braucht es mehr.Benötigt werden Verfahren, mit denen der Atmosphäre dauerhaft Kohlendioxid (CO2) entzogen werden kann. Entsprechende Ansätze gibt es viele, aber welche dieser Methoden können in welchem Umfang Optionen für Deutschland sein? Im Forschungsprogramm CDRterra untersuchen über 100 Forschende in zehn Verbundprojekten, wie und in welchem Umfang Methoden zur Kohlendioxidentnahme aus der Atmosphäre an Land (Carbon Dioxide Removal, CDR) dazu beitragen können, den Klimawandel zu begrenzen. Dabei berücksichtigen sie politische, ökologische, technische, ökonomische und gesellschaftliche Fragen. Das Ziel der Forschenden ist, die Potenziale und Risiken der verschiedenen Verfahren umfassend und einheitlich zu bewerten. Auf Basis dieser Forschung können anschließend gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit jene CDR-Methoden ausgewählt werden, die von der Gesellschaft akzeptiert werden, politisch und technisch umsetzbar sind und von Fachleuten als ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll eingestuft wurden. Wie vielschichtig eine solche Bewertung sein muss, wird schon anhand eines augenscheinlichen Nebeneffekts von landbasiertem CDR klar: Gerade in dicht besiedelten Nationen wie Deutschland sind Landflächen rar und die Konkurrenz um verfügbare Gebiete groß. Auf welchen Flächen könnenCDR-Verfahren zum Einsatz kommen, ohne die Nahrungsmittelproduktion zu gefährden oder aber wilden Tieren und Pflanzen weiteren Lebensraum zu nehmen? Wie können also Zielkonflikte vermieden und vielleicht sogar positive Nebeneffekte gefördert werden?
CDRterra
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