
doi: 10.3726/b23373
Während die traditionelle katholische Sexualmoral Partnerschaften aufgrund einzelner (sexueller) Handlungen bewertet hat, führte der Paradigmenwechsel zur Beziehungsethik dazu, sie als umfassende Lebensrealitäten zu betrachten. Was macht die Qualität von Paarbeziehungen aus und unter welchen Bedingungen gelingen sie? Die Autorin nähert sich diesen Fragen, indem sie das Phänomen des Vertrauens im Dialog mit Human- und Sozialwissenschaften analysiert. Ergebnisse der interdisziplinären Forschung sollen ein Verständnis von Vertrauen ermöglichen, das durch seine unthematische Selbstverständlichkeit meist erst dann Gegenstand des Nachdenkens wird, wenn es bereits brüchig ist. Anschließend werden mit Hilfe paartherapeutischer Ansätze die Funktionen von Vertrauen für Paarbeziehung herausgearbeitet. Im letzten Schritt soll gefragt werden, inwiefern Vertrauen ein ethisch relevantes Phänomen ist und ob die Vertrauensanalyse für beziehungsethische Ansätze weiterführend sein kann.
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