
Sensation Seeking beschreibt das Streben nach intensiven und stimulierenden Erfahrungen. Bei der Konzeptualisierung von Sensation Seeking als indirekte Selbstschadigung wird der Zusammenhang mit der erhohten Bereitschaft zu Risikoverhalten betont. Zwar besteht eine Uberlappung, jedoch muss Sensation Seeking von Impulsivitat und Selbstregulationsdefiziten unterschieden werden. Die Asymmetrie in der Entwicklung von neurobiologischen Regulationssystemen (u. a. Streben nach neuen Erfahrungen und kurzfristiger positiver Verstarkung bei noch nicht ausgereiften Selbstregulationsfertigkeiten) und der Einfluss von Peer-Gruppen sind Erklarungsansatze. Sensation Seeking ist assoziiert mit Psychopathologie und Verhaltensauffalligkeiten und kann ein Merkmal einer sich entwickelnden Personlichkeitsstorung sein. Dies hat Implikationen fur die klinische Praxis: Die Kompensation von Sensation Seeking uber den Aufbau von Selbstregulationsfertigkeiten kann ebenso Bestandteil einer Behandlung sein wie das Entwickeln von Alternativen, um das Bedurfnis nach stimulierenden Erfahrungen zu bedienen. Sensation Seeking sollte nicht allein defizitorientiert betrachtet werden, sondern ebenso ressourcenorientiert im Sinne eines Antreibers der individuellen Entwicklung durch Offenheit und positive Erwartungen hinsichtlich neuer Erfahrungen.
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