
Knapp drei Wochen nachdem die Karnevalssaison des Jahres 1752 mit der Uraufführung von Hasses Adriano in Siria eröffnet worden war, wurde das Dresdner Publikum Zeuge einer zweiten neuen Opernproduktion […]. Die Wahl fiel dabei auf eine Oper von Jean-Philippe Rameau, den drei Jahre zuvor uraufgeführten Zoroastre auf das Libretto von Louis de Cahusac. […]. Speziell die Oper Zoroastre greift mit dem altorientalischen Magiersujet und dem damit verbundenen Gut-Böse-Antagonismus […] Grundparameter freimaurerischen Denkens auf. […]. Johann Gottlieb Naumanns Oper Osiride auf das Libretto von Caterino Mazzolà wurde bereits von Richard Engländer als Freimaurer-Oper identifiziert […]. Diese beiden Opernaufführungen stehen damit gleichsam als Eckmarken dieses Beitrags, der zunächst den Fokus auf die Situation der Freimaurerei in Dresden und sich daraus ergebende Interpretationsansätze speziell für die Oper Naumanns legen will. Um dabei die unmittelbar werkbezogenen Konsequenzen solcher Einflüsse nicht aus dem Blick zu verlieren, sollen auch die textlichen und musikalischen Strukturen berücksichtigt werden. Die Ausführungen verstehen sich damit auch als ein Mosaikstein innerhalb der generellen Bewertung des Verhältnisses von Freimaurerei und Oper im 18. Jahrhundert, die lange vorwiegend auf den Kontext der Zauberflöte beschränkt blieb und erst in den letzten Jahren als grundlegender Ansatz verfolgt wurde. (der Autor) Quelle: Digitalisat
Jahrbuch Ständige Konferenz Mitteldeutsche Barockmusik, Bd. 4 (2004): Jahrbuch 2002
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