
doi: 10.1007/bf03354952
„The other side of mental models: theories of language comprehension„ lautet der Titel eines Aufsatzes von Garnham (1996). Der anderen Seite eine Seite ist das schlusfolgernde Denken (siehe Untertitel von Johnson-Laird, 1983). Sowohl das schlusfolgernde Denken als auch das Sprachverstehen wird im Rahmen der Theorie mentaler Modelle eingehend untersucht. Doch erscheint uns in beiden Gebieten weitgehend unabhangig voneinander geforscht und die Medaille mentales Modell von nur je einer Seite betrachtet zu werden. Anhand des raumlichen Schliesens werden wir argumentieren, das sich bei Pramissen, die eine bestimmte raumliche Anordnung beschreiben, das Inferieren der Konklusion auf das Sprachverstehen reduziert, namlich die Konstruktion eines einzelnen mentalen Modells; eine gezielte Variation der mentalen Modelle zur Evaluation einer moglichen Schlusfolgerung findet nicht statt. Der wesentliche Prozes beim raumlichen Schliesen ist daher die Integration der Information aus mehreren Pramissen zu einem mentalen Modell. Uber die Prozesse der Pramissenintegration geben Figureffekte Aufschlus, die auf mitunter konfligierende Prinzipien der Modellkonstruktion verweisen. Wir enden mit dem Ausblick darauf, das bei der Untersuchung der Pramissenintegration beim raumlichen Schliesen der Prozes der Anaphernresolution starker berucksichtigt werden sollte.
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