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In dieser Bachelor-Arbeit werden die face-to-face-, Telefon- und E-Mail-Beratung für weibliche Opfer häuslicher Gewalt untersucht. Die Forschung verfolgt das Ziel, die drei ambulanten Beratungsformen zu analysieren und deren Möglichkeiten und Grenzen herauszuarbeiten. Häusliche Gewalt ist ein tabuisiertes und weit verbreitetes soziales Problem. Viele weibliche Opfer sind von grosser Scham, Isolierung, geringem Selbstwertgefühl und Traumatisierung betroffen. Für diese Frauen ist es zentral, dass sie spezifische, fachliche Beratung erhalten, welche den Prinzipien der Beratung für gewaltbetroffene Frauen unterliegt. Die Untersuchung geht von der Annahme aus, dass mit ambulanten Beratungsformen betroffene Frauen Unterstützung in der Bewältigung der erfahrenen Gewalt gegeben werden kann. Es wird angenommen, dass anonyme und niederschwellige Beratungsformen besonders für Frauen geeignet sind, die eine hohe Hemmschwelle haben.. Die Ergebnisse geben ein umfassendes Bild über Inhalte, Klientinnen, Arbeitsweisen und die Vor- und Nachteile der drei Beratungsformen wieder. Es wird ersichtlich, dass mit der face-to-face-Beratung optimal auf die Situation von gewaltbetroffenen Frauen reagiert werden kann, der Zugang zur Beratung jedoch hochschwellig ist. Die Telefonberatung ist vor allem in Krisensituationen geeignet, da die Beratung unmittelbar erfolgen kann. Die Reduktion auf die verbale Kommunikation erschwert aber das Erfassen der Situation der Klientin. Die E-Mail-Beratung bietet vor allem isolierten Frauen einen guten Beratungszugang. Ihre beraterischen Möglichkeiten reichen jedoch nicht weit. Die Untersuchung verdeutlicht die Wichtigkeit von unterschiedlichen Beratungsformen im Bereich der häuslichen Gewalt.
+ Code Diss LU: hslusa basa 2010 be + Fussnote: Bachelor-Arbeit, Hochschule Luzern - Soziale Arbeit, Ausbildungsgang Sozialarbeit, 2010 + NL-Code: NLLUHSA201012
gnd:4005565-6, gnd:4055676-1, gnd:4723056-3
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