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Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Herausforderungen, spät in die Schweiz eingereiste Jugendliche und junge Erwachsene, insbesondere Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen, auf eine berufliche Grundbildung und die Arbeitswelt vorzubereiten. Für junge Migrantinnen und Migranten, die auf Sekundarstufe I nicht in der Schweiz beschult wurden, haben die Kantone seit vielen Jahren berufsvorbereitende Angebote eingerichtet. Auch die Kantonalen Integrationsprogramme (KIP) haben das Ziel, Personen ohne direkten Zugang zu den Regelstrukturen mit Förderangeboten auf die postobligatorischen beruflichen Bildungsangebote vorzubereiten und so ihre Bildungs- und Arbeitsmarktfähigkeit zu verbessern. Aufgrund der Zunahme der Asylmigration wurden berufsvorbereitende Angebote in den letzten zwei Jahren vielerorts ausgebaut. Lernende aus dem Asylbereich werden in Integrations-Brückenangeboten zusammen mit anderen spätmigrierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen gefördert. Die Heterogenität in diesen Integrationsklassen hat zugenommen, sowohl in Bezug auf den sozio-kulturellen und sprachlichen Hintergrund der Lernenden, als auch in den schulisch-leistungsmässigen Voraussetzungen. Zudem sind Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene oft mit zusätzlichen Schwierigkeiten konfrontiert (z. B. psychosoziale Belastungen wegen unsicherem Aufenthaltsstatus, fehlenden Bezugspersonen oder Traumata). Die Lehrkräfte sind daher mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Ihre subjektiven Erfahrungen sowie ihre Zugänge zur Gestaltung der Beziehungen und des Unterrichts in diesen Klassen werden mittels explorativer Interviews näher beschrieben. Im Beitrag werden zuerst die bildungspolitischen Ziele und einige Daten zur Migration sowie zur Bildungs- und Arbeitsmarktintegration von spät zugewanderten jungen Migrantinnen und Migranten in der Schweiz präsentiert. Ein Blick auf die Integrations-Brückenangebote zeigt dann, welche Ziele verfolgt werden, wie viele und welche Personen sie besuchen und mit welchen Zugangshürden und Anforderungen sie konfrontiert sind. Es folgt eine Übersicht zum Forschungsstand bezüglich des Unterrichtens von Flüchtlingen, bevor Aspekte der pädagogischdidaktischen Gestaltung von Lehr-Lernsituationen näher beschrieben werden, so wie sie Lehrpersonen in berufsvorbereitenden Angeboten erleben und in den explorativen Interviews zum Ausdruck gebracht haben.
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