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Bilder haben großen Einfluss auf die Wahrnehmung von Realitäten. Sie dienen als ikonische Vorbilder oder klischeehafte Stereotype, an denen Realitäten vereinfacht und in der ständigen Reproduktion abgeleitet werden können. Bilder werden kognitiv erfasst. Die Wahrnehmung, das Lernen, das Erinnern und das Denken sowie menschliche Erkenntnis- und Informationsverarbeitungen werden durch dieses Wahrnehmen im Zusammenhang mit und durch u.a. Bilder beeinflusst. Bildern wohnt damit fraglos eine Agency inne. Wie also umgehen mit Bildern, die romantisierend, rassifizierend und dadurch gewaltvolle Effekte für die sie betreffenden Menschen ausprägen? Im Bestand des Rom e.V., der dem Digitalisierungsprojekt DigiRom zu Grunde liegt, sind tausende Bilder beinhaltet, die Fremdbezeichnungen beinhalten und so maßgeblich zur Konstruktion eines diskursiven Stereotyps beigetragen haben, der anti- und philoziganistische Zuschreibungen vereint und reproduziert. Die Möglichkeiten der Digitalisierung bergen zahlreiche Chancen und Risiken. Sie ermöglicht es, stereotype Darstellungen zu untersuchen und in neue Kontextualitäten zu fassen. Die Bilder zirkulierten bereits vor über 100 Jahren massenmedial. Bis heute halten sie sich hartnäckig als Fremd- und womöglich Feindbilder in der Medienlandschaft. Die wiederkehrenden Bildsujets sind tief in die gesellschaftlichen Diskurse eingeschrieben. Die Digitalisierung eröffnet im besten Fall, Möglichkeiten von weitgehenden Auseinandersetzungen und angefügten Diskursen. Wo aber sind die Grenzen der Datenbankarbeit und wie können bestehende Machtverhältnisse hinterfragt, aber nach Möglichkeit nicht reproduziert werden? Die Tagung Bilder – Macht – Antiziganismus, die am 14. Oktober 2022 online stattfand, näherte sich in acht Vorträgen den Themen Community-Partizipation, Anti- und Philoziganismus sowie Digitalisierungsprozesse und -möglichkeiten. Geschlossen wurde die Veranstaltung durch zwei Workshops, die zur Diskussion anregten.
Digitalisierung, Antiziganismus, Bildforschung, Community, Kulturerbe
Digitalisierung, Antiziganismus, Bildforschung, Community, Kulturerbe
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