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Obwohl sie kein neues Phänomen sind, gerieten Verschwörungstheorien in den letzten Jahren unter anderem durch die Coronapandemie vermehrt in den Fokus öffentlicher Debatten. Verschwörungstheorien und ihr damit verbundenes Gedankengut, ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft und Individuen sowie der Umgang mit Menschen, die an solche Erzählungen glauben oder sie verbreiten, wurden und werden besonders in den Medien rege diskutiert. Die vorliegende Literaturarbeit ordnet die Thematik basierend auf aktueller Forschung und Fachliteratur ein und beurteilt das Phänomen aus einer berufsethischen Perspektive der Soziokulturellen Animation. Es zeigt sich, dass Verschwörungstheorien keine harmlosen Gedankenspiele sind, sondern oft rassistisches, antisemitisches, antimuslimisches oder antidemokratisches Gedankengut enthalten. Sie führen zu sozialen Konflikten, stützen Menschenfeindlichkeit, antidemokratische Haltungen sowie Extremismus und können das Misstrauen in Medien, Wissenschaft, staatliche Institutionen und die Politik fördern. Damit widersprechen Verschwörungstheorien den Zielen, Werten und Prinzipien menschenrechtsorientierter Soziokultureller Animation. Zentrale Werte wie Toleranz, Selbstbestimmung und Offenheit stellen die Soziokulturellen Animator*innen im Umgang mit Menschen, die an Verschwörungstheorien glauben oder diese verbreiten, im Alltag vor berufsethische Fragen. Die vorliegende Arbeit bietet basierend auf dem Wertewissen der Sozialen Arbeit ein berufsethisches Argumentarium für eine professionelle Positionierung im Alltag und schlägt Handlungsmöglichkeiten für die soziokulturelle Praxis vor.
+ Code Diss LU: hslusa bask be + Fussnote: Bachelor-Arbeit, Hochschule Luzern – Soziale Arbeit, Studienrichtung Soziokultur, 2022 + NL-Code: NLLUHSA202209
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