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Verachthonius nov. gen. Typusart: Brachychthonius laticeps Strenzke, 1951 Gattungsdiagnose: Vom Liochthonius-Typ. Prodorsoma im Verhältnis zum Opisthosoma auffallend breit. Prodorsum und Notogaster glatt, ohne Ornamentation der Cuticula. Prodorsum breit und flach, ohne Randzähne, aber mit deutlich vorragendem aufgewölbtem Exobothridialhöcker. Eine Margo lateralis fehlt dem vorderen und mittleren Notogasterschild. Das Pygidium besitzt eine deutliche Suprapleuralincisur (IcPy), an die sich ein transversaler Pygidiumwulst anschließt, der vor der Basis der Borsten h2 und h3 bogenförmig mediad verläuft (Abb. 29 b). Die dorsalen Körperborsten sind einfach, an der Basis stärker gegen den Körper gebogen. Die Borste d2 ist mediad auf den Notogasterschild Na gerückt. Die Borste ps2 steht hinter ps1, so daß das Pygidium 4 hintereinanderstehende mediale Borstenpaare besitzt (Abb. 29a). Der Suprapleuralschild SpC ist mit dem vorderen Notogasterschild Na verschmolzen, bildet aber einen deutlich abgesetzten Randlobus. Es ist ein freier, gutentwickelter Suprapleuralschild SpE vorhanden. Alle anderen Suprapleuralschilde und die Podopleuralschilde fehlen. Der vordere Pleuralschild Pl1 ist frei. Die Adanalplatten sind caudal verschmolzen. Die Adanalborsten sind einfache dünne Borsten und inserieren in annähernd gleichem Abstand voneinander. Die Genitalplatten besitzen ein Tectum. Sie sind deutlich länger als die Anal- und Peranalplatten zusammengenommen. Genitalborsten 4 + 3. Agenitalschilde fehlen. Coxisternalschilde durch eine häutige Sternalleiste median getrennt. Coxisternalborsten 3 - 1 - (3 + 4). Die Adoralborste or1 des Subcapitulum ist kolbenförmig. Diskussion: Die Vertreter dieser Gattung wurden bisher in die artenreiche Gattung Liochthonius v. d. Hammen eingeordnet. Sie unterscheiden sich aber von den Arten dieser Gattung und Paraliochthonius nov. gen. durch den Besitz des transversalen Pygidiumwulstes, die Stellung der Pygidiumborste ps2 hinter ps1, einen freien Suprapleuralschild SpE und durch die einfachen borstenförmigen Adanalborsten sehr eindeutig. Von Liochthonius unterscheidet sich die Gattung außerdem durch die am Ende keulig verdickte mediale Adoralborste or1 des Subcapitulum und durch das Fehlen jeglicher Podopleuralschilde. Die Arten der Gattung Liochthonius besitzen dagegen stets der propodosomatale Podopleuralschild Ppl1. Weiterhin sind bei Verachthonius die Genitalschilde deutlich länger als die Anal- und Peranalschilde zusammengenommen, bei Liochthonius dagegen deutlich kürzer (vgl. Abb. 30). Von Paraliochthonius nov. gen. ist die Gattung außerdem durch den Besitz eines Genitalschildtectum, das bei Paraliochthonius nov. gen. fehlt, abzugrenzen. Unterschiede zwischen diesen beiden Gattungen bestehen weiterhin in der Beborstung der Coxisternalregion: Verachthonius 3 - 1 - (3+4), Paraliochthonius nov. gen. 3 - 1 - (3 + 3).
Published as part of Moritz, M., 1976, Revision der europäischen Gattungen und Arten der Familie Brachychthoniidae (Acari, Oribatei) Teil 1. Allgemeiner Teil: Brachychthoniidae Thor, 1934. Spezieller Teil: Liochthonius v. d. Hammen, 1959, Verachthonius nov. gen. und Paraliochthonius nov. gen., pp. 27-136 in Mitteilungen aus dem Zoologischen Museum in Berlin 52 on pages 112-113
Arthropoda, Arachnida, Animalia, Verachthonius, Biodiversity, Brachychthoniidae, Sarcoptiformes, Taxonomy
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