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Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Chancen und Risiken von Hausbesuchen durch Schulsozialarbeitende aufzuzeigen. Anhand von vier Forschungsfragen wird das Thema zuerst auf theoretischer Ebene verortet, anschliessend werden Umstände von Hausbesuchen anhand von Experteninterviews erfragt und daraus werden Chancen und Risiken abgeleitet. Abschliessend werden Schlussfolgerungen für die Praxis formuliert. Im deutschsprachigen Raum besteht aktuell keine einheitliche Definition von Schulsozialarbeit. Wird die Schulsozialarbeit als eigenständige Profession der Schule angegliedert und bringt sie so die Grundsätze der Sozialen Arbeit mit ein, erscheinen Hausbesuche als behandelnde oder präventive Methode in der Einzelfallhilfe möglich. Dabei steht der Beziehungsaufbau und die Stärkung der Erziehungskompetenzen der Erziehungsverantwortlichen im Fokus. Hausbesuche als niederschwellige Methode um eine Beziehung zu Erziehungsverantwortlichen aufzubauen, kann als zentrale Chance festgehalten werden. Eine Änderung des Settings und der damit verbundene Rollenwechsel ermöglichen in Einzelfällen den Beziehungsaufbau zu schwer erreichbaren Eltern. Dabei besteht das Risiko, dass Schulsozialarbeitende intime Grenzen der Klienten und Klientinnen verletzen sowie eigene Kompetenzen überschreiten. Die Autoren kommen zum Schluss, dass Chancen und Risiken immer im Kontext lokaler Rahmenbedingungen beurteilt werden müssen. Erst die Reflexion der persönlichen Haltung bezüglich Schulsozialarbeit sowie eine ausführliche Auftragsklärung ermöglichen es, Hausbesuche bei Erziehungsverantwortlichen im Einzelfall situationsadäquat zu beurteilen.
+ Code Diss LU: hslusa basa 2017 be + Code Diss LU: hslusa basp 2017 be + Fussnote:Bachelorarbeit, Hochschule Luzern - Soziale Arbeit, Ausbildungsgang Sozialpädagogik & Sozialarbeit, 2017
gnd:4159229-3, gnd:4055864-2, gnd:4055676-1
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