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Die Entstehung des Buches geht auf das Projekt „Living Rooms: The Art of Mobilizing Belonging(s)“, das an der Schnittstelle von Kunst und Sozialwissenschaften angesiedelt ist, zurück und untersucht aktuelle Herausforderungen von Zugehörigkeit bzw. Zugehörigkeitspolitik auf unterschiedlichen, miteinander interagierenden Ebenen: Auf der Ebene des Alltagslebens bedeutet Zugehörigkeit oft Identität, Loyalität und Zuhause, aber auch eine ethnisierte Kommunikation und Interpretation von Alltagskonflikten. Einzelne Aspekte der Zugehörigkeit, wie beispielsweise Vorstellungen und Gefühle von Heimat, artikulieren die Sehnsucht nach Bezugs- und Angehörigkeitspunkten, sie geben vielleicht sogar Orientierung, gleichzeitig aber zeugen sie vom Druck, sich loyal gegenüber einer Gruppe oder einem räumlich definierten Gebiet zu verhalten (Riegel und Geisen 2010). Auf der politisch-administrativen Ebene manifestiert sich Zugehörigkeit als (fehlende) soziale Kohäsion, als Prozess der Herstellung von in- und out-groups oder als parteipolitischer Wettbewerb, bei dem kollektive Zugehörigkeitsgefühle mobilisiert werden. Das Projekt thematisierte Zugehörigkeitsgefühle, Zugehörigkeitspolitik und die politische Mobilisierung von Zugehörigkeitsgefühlen in heterogenen, pluralistischen Gesellschaften. Das Forschungsdesign baute auf dem boundary-making-Paradigma auf, wonach Ethnizität und Nationalität genauso wie andere potenzielle Zugehörigkeitsformen als Ausdruck von politischen sowie alltäglichen Klassifikationspraktiken gesehen werden, verortet in einem symbolischen und politischen Kampf um die Legitimität und Akzeptanz von unterschiedlichen Grenzziehungskriterien (Wimmer 2007; 2008).
Cultural Studies, Belonging, Political Science, FOS: Political science, Sozialer Wohnbau, Zugehörigkeit, Gemeindebau Wien, FOS: Other humanities, Wien
Cultural Studies, Belonging, Political Science, FOS: Political science, Sozialer Wohnbau, Zugehörigkeit, Gemeindebau Wien, FOS: Other humanities, Wien
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