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Das Karlsruher Institut für Technologie, Department Wissenschaftskommunikation, hat zusammen mit Wissenschaft im Dialog und gefördert von der Robert Bosch Stiftung von 2017 bis 2020 im Projekt „Wissenschaft für alle“ systematisch untersucht, welche Bevölkerungsgruppen bisher nicht oder kaum von Wissenschaftskommunikation erreicht werden, warum sie nicht erreicht werden und wie man das ändern kann. Für den weiteren Verlauf des Projekts wurden drei beispielhafte Communities, die von klassischen Formaten der Wissenschaftskommunikation oft nicht erreicht werden, intensiver eingebunden: 1) sozial benachteiligte Menschen in marginalisierten Stadtteilen, 2) Berufsschüler*innen sowie 3) muslimische Jugendliche mit Migrationshintergrund. Erkenntnisse über ihre Situation und Bedürfnisse wurden mit Interviews und Fokusgruppen gewonnen. In einem partizipativen Ansatz wurden gemeinsam mit Vertreter*innen der jeweiligen Communities neue Formate oder Zugangswege für die Wissenschaftskommunikation entwickelt und erprobt. Im vorliegenden Erfahrungsbericht "2) Wissenschaftskommunikation für und mit Berufsschüler*innen: Science-Pub-Quiz „Handwerk trifft Wissenschaft“ in Karlsruhe" werden praktische Erfahrungen aus der Umsetzung und Ergebnisse aus der Evaluation vorgestellt. Allgemeine Beschreibung der Situation für die Zielgruppe Berufsschulen kommen in Bildungsdebatten kaum vor und auch Berufsschüler*innen werden von der Wissenschaftskommunikation als eigene Zielgruppe meist nicht beachtet. Sie sitzen gewissermaßen zwischen den Stühlen. Viele spezielle Angebote richten sich entweder an Kinder und Jugendliche, wofür Berufsschüler*innen schon zu alt sind, nur an Gymnasialschüler*innen mit Blick auf die Anwerbung künftiger Studierender oder an bestimmte Gruppen von älteren Erwachsenen, wovon Berufsschüler*innen dann auch nicht angesprochen werden. Sie sind zudem durch Arbeit und Schule in der dualen Ausbildung gleich doppelt belastet. Gleichzeitig haben Berufsschüler*innen aber je nach Ausbildungszweig auf der praktischen Seite große Berührungspunkte mit Technik und Wissenschaft. 2017/18 gab es fast 2,5 Millionen Schüler*innen an beruflichen Schulen in Deutschland, wovon etwa 1,4 Millionen Teilzeit-Berufsschulen besuchten. Dort gehen sie neben ihrer Arbeit im Betrieb entweder zwei Tage pro Woche oder blockweise zur Berufsschule. Erkenntnisse aus anderen Ländern zur Erreichbarkeit von Personen dieser Altersgruppe lassen sich nur sehr bedingt übertragen, da dieses duale Bildungssystem eine Besonderheit des deutschsprachigen Raumes ist. Konkrete Situation im Pilotprojekt Zur Umsetzung des Pilotprojektes arbeiteten wir mit der Heinrich-Meidinger-Schule für Sanitär- und Heizungstechnik in Karlsruhe zusammen. Die 1909 gegründete Berufsschule ist heute Bundesfachschule bildet unter anderem Anlagenmechaniker*innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik aus. Daneben gibt es in Karlsruhe noch elf weitere berufliche Schulen. Das Pilotprojekt wurde von der Kreishandwerkerschaft Karlsruhe unterstützt. Die Diskussion und gemeinsame Ausarbeitung eins Wissenschaftskommunikations-Formats erfolgte mit der Unterstützung eines Lehrers und der Schulleitung mit einer Klasse in der Unterrichtszeit.
Technology, Diversity, ddc:600, info:eu-repo/classification/ddc/600, Wissenschaftskommunikation, Inklusion
Technology, Diversity, ddc:600, info:eu-repo/classification/ddc/600, Wissenschaftskommunikation, Inklusion
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