
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Bedeutung der ästhetischen Dimension im Berufsmaturitätsunterricht. Anhand konkreter Beispiele aus der Unterrichtsgestaltung für Italienisch und Mathematik im Tessiner Bildungskontext soll dargestellt werden, wie die Ästhetik des Wissens sinnvolles Lernen fördert und einer Technisierung der Ausbildung entgegenwirkt. Der Autor schlägt vor, die Schönheit des Wissens als einen der pädagogischen Grundsätze zu betrachten, die die berufliche Tätigkeit von Lehrperson stärken und legitimieren. Praxistransfer für Lehrpersonen● Es lohnt sich, Unterrichtsinhalte sorgfältig anhand ihres Bedeutungspotenzials auszuwählen. Dabei sollte die Auswahl auf Materialien und Themen fallen, die authentische Fragen hervorrufen und die Lernenden emotionaleinbinden können.● Die eigene Darstellungsfähigkeit sollte trainiert und die Darstellung – sei sie wissenschaftlich, geschichtlich, literarisch oder persönlich – zu einem Instrument werden, um Wissen zugänglicher und faszinierender zu gestalten.● Die eigenen Unterrichtskonzepte können an den spezifischen Kontext angepasst werden. Dabei sind die unterschiedlichen Bildungslaufbahnen, Erwartungen und Interessen der Lernenden anzuerkennen und wertzuschätzen.● Das persönliche Bewusstsein für die eigene Beziehung zum Wissen ist zu kultivieren. Die Bedeutung des Fachs, dessen Ausprägungen der Schönheit und die Art und Weise, wie sich dies alles mit den Lernenden teilen lässt, sollten reflektiert werden.● Der Austausch von Wissen und gelebter Erfahrung soll gefördert werden. Dabei sollte man gezielt auf Verknüpfungen zwischen Fachinhalten und täglichem Leben setzen.● Der kulturelle und pädagogische Wert des eigenen Fachs sollte als lebendige, bedeutungsvolle und prägende Erfahrung herausgestellt werden.
Berufsmaturität Schweiz, Bildungswesen, Schweizer Berufsbildung
Berufsmaturität Schweiz, Bildungswesen, Schweizer Berufsbildung
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