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Sport-Neuropsychologie - Behandlungsempfehlungen zum Concussion Management

Authors: Maurer-Grubinger, Bernadette; Golz, Daniela; Kringler, Wolfgang; Müller, Gerhard; Weber, Franka;

Sport-Neuropsychologie - Behandlungsempfehlungen zum Concussion Management

Abstract

Abstract Eine leichte traumatische Gehirnverletzung entsteht durch eine direkte oder indirekte Krafteinwirkung auf den Kopf. Neben anderen körperlichen Beschwerden kann es zu vorübergehenden messbaren Funktionsstörungen des Gehirns und Beeinträchtigung von Wahrnehmung, Konzentration, Gedächtnis, sowie zu emotionalen und schlafbezogenen Symptomen kommen. Symptome zeigen sich unmittelbar oder zeitverzögert. In den meisten Fällen liegt keine Bewusstlosigkeit vor. Die Beobachtung äußerer Anzeichen (z.B. benommener, leerer oder ausdrucksloser Blick; Verwirrtheit) hilft zusätzlich zu subjektiven Angaben des Athleten, die Verletzung zu erkennen. Bei Verdacht einer Gehirnverletzung muss der Betroffene unmittelbar aus dem sportlichen Geschehen genommen werden, um Symptome und gesundheitliche (Langzeit)folgen zu minimieren. Physische und geistige Ruhe dient als erste Maßnahme unmittelbar nach der traumatischen Gehirnverletzung. Nach der Verletzung erfolgt eine differenzierte neuropsychologische Untersuchung. Im Idealfall wurde vor der Saison eine Baseline-Untersuchung durchgeführt. Die individuelle und stufenweise Planung der Rückkehr in den Sport findet in einer interdisziplinärer Zusammenarbeit statt. Sport-neuropsychologische Betreuung und Behandlung in Form von Psychoedukation, klinisch-psychologischen Interventionen und kognitiven Rehabilitationsmaßnahmen führt nachweislich zu einer rascheren Genesung. Eine optimale Betreuung minimiert die Rehabilitationsdauer und das Risiko für Langzeit- und Spätfolgen.

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