
In Deutschland leben 83,5 Millionen Menschen, und jede Familie kann in Schwierigkeiten geraten – klein, schleichend wachsend oder plötzlich und überfordernd. Häufig führen solche Belastungen Familien in das Familienhelfersystem (FHS). Laut Statistischem Bundesamt gab es 2023 rund eine Million Hilfen zur Erziehung, wobei dies nur einen Teil des FHS abbildet. Das FHS ist eine zentrale gesellschaftliche Stütze, weil es Familien unterstützt und das Wohl von Kindern und Jugendlichen mitabsichert. Gleichzeitig steht das System unter Druck: Fachkräftemangel, Zeitknappheit, unzureichende Fallbearbeitung und zu wenig finanzielle Ressourcen werden immer wieder kritisiert. Die Studie fragt deshalb, wie Fachkräfte selbst das FHS bewerten. Sie untersucht Stärken, Herausforderungen und Entwicklungspotenziale aus professioneller Perspektive. Grundlage sind zehn durchgeführte Interviews aus einem Forschungsprojekt an der Leuphana Universität Lüneburg . Abschließend werden Lösungsansätze und Verbesserungsvorschläge diskutiert
