
Ein Sozialraum besteht primär aus Beziehungen, nicht aus Adressen. Obwohl sozialräumliche Angebote wie Selbsthilfegruppen, Tagesstätten und Vereine vielfach vorhanden sind, bleiben psychisch schwer beeinträchtigte Menschen — als „schwer erreichbar" eingestufte Klient:innen — von diesen Angeboten faktisch ausgeschlossen. Der Autor beobachtet jedoch stabilisierende informelle Kurzkontakte im dritten Sozialraum der Nachbarschaft, die als Ausgangspunkt für eine gezielte Einbindung genutzt werden könnten. Das niederländische Konzept „Kwartiermaken" liefert hierfür Impulse: Professionelle Fachkräfte schlüpfen in die Rolle von Sozialraum-Moderator:innen, die Beziehungen zwischen Betroffenen, Freiwilligen und Nachbar:innen aufbauen und moderieren. Ergänzt durch Methoden der Persönlichen Zukunftsplanung und Unterstützer:innen-Netzwerke entsteht so ein Empowerment-Konzept für nachhaltige soziale Teilhabe, das Betroffene willkommen heißt, ohne ihre Andersartigkeit zu leugnen.
Kwartiermaken, Nachbarschaft, Quartermaking, Beziehungsorientierung, Soziale Arbeit, Willkommenskultur, Sozialpsychiatrie, Gemeindepsychiatrie, Eingliederungshilfe, Empowerment, Sozialraumorientierung, Kiezmachen, Deinstitutionalisierung, psychische Beeinträchtigung
Kwartiermaken, Nachbarschaft, Quartermaking, Beziehungsorientierung, Soziale Arbeit, Willkommenskultur, Sozialpsychiatrie, Gemeindepsychiatrie, Eingliederungshilfe, Empowerment, Sozialraumorientierung, Kiezmachen, Deinstitutionalisierung, psychische Beeinträchtigung
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