Powered by OpenAIRE graph
Found an issue? Give us feedback
image/svg+xml art designer at PLoS, modified by Wikipedia users Nina, Beao, JakobVoss, and AnonMoos Open Access logo, converted into svg, designed by PLoS. This version with transparent background. http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Open_Access_logo_PLoS_white.svg art designer at PLoS, modified by Wikipedia users Nina, Beao, JakobVoss, and AnonMoos http://www.plos.org/ ZENODOarrow_drop_down
image/svg+xml art designer at PLoS, modified by Wikipedia users Nina, Beao, JakobVoss, and AnonMoos Open Access logo, converted into svg, designed by PLoS. This version with transparent background. http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Open_Access_logo_PLoS_white.svg art designer at PLoS, modified by Wikipedia users Nina, Beao, JakobVoss, and AnonMoos http://www.plos.org/
ZENODO
Dataset
Data sources: ZENODO
addClaim

Zugang zu privatem Grün in Europa: Wohnformenwandel, Einkommensungleichheit und urbane Kompensationsstrategien am Beispiel Deutschlands

Zugang zu privatem Grün in Europa: Wohnformenwandel, Einkommensungleichheit und urbane Kompensationsstrategien am Beispiel Deutschlands

Abstract

Diese Studie analysiert den Zusammenhang zwischen Wohnformen, Gartenversorgung, Einkommensverteilung und urbanen Kompensationsstrategien in Europa mit besonderem Fokus auf Deutschland. Ausgewertet wurden europäische Wohnformdaten für 30 Länder, ergänzt durch regionale Analysen zu Kleingartenverfügbarkeit, Balkonausstattung und Einkommensgradienten beim Zugang zu privatem Außenraum. Die Untersuchung liefert damit einen umfassenden datenbasierten Überblick über den Rückgang des Hauswohnens in Europa und die wachsende Lücke zwischen dem Wunsch nach privatem Grün und der Wohnrealität. Die Ergebnisse der Datenanalyse vom Datenstudio DataPulse Research und der Online Plattform für Möbel und Home Home24 zeigen, dass der Anteil der in Häusern lebenden Bevölkerung europaweit sinkt — in Deutschland mit einem Rückgang von 6,5 Prozentpunkten auf 38,5 % besonders stark (S. 2–5). Gleichzeitig priorisieren 54 % der Deutschen einen privaten Außenbereich bei der Wohnortwahl — europäischer Spitzenwert (S. 1–2). Damit vergrößert sich die Diskrepanz zwischen Wohnwunsch und Wohnrealität erheblich. Der Zugang zum Hauswohnen ist in Deutschland einkommensabhängig strukturiert: Erst ab einem monatlichen Nettoeinkommen von 4.000 Euro lebt die Mehrheit der Haushalte in einem Einfamilienhaus (56 %), während es bei Einkommen unter 1.500 Euro nur 22 % sind (S. 6–7). Selbst in ländlichen Gebieten liegt der Hausanteil in Deutschland mit 61 % deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 83 % (S. 5–6). Die Analyse zeigt zudem eine ungleiche Verteilung von Kompensationsstrategien: Von rund 885.000 Kleingartenparzellen befinden sich 50 % in Ostdeutschland, bei nur 15 % der Bevölkerung. In Leipzig kommen 637 Parzellen auf 10.000 Einwohner:innen, in Stuttgart nur 49 (S. 7–8). Der Balkon als häufigstes Substitut (67 % der Haushalte) ist in Großstädten mit einem Mietaufschlag von bis zu 40 Euro monatlich verbunden (S. 8–9). Der Datensatz bietet eine empirische Grundlage zur Untersuchung von Wohnformenwandel, Gartenversorgung, sozialer Ungleichheit beim Zugang zu Außenräumen und urbanen Grünstrategien in Europa. Er ermöglicht damit belastbare Analysen zur Frage, wie sich der Zugang zu privatem Grün im vergangenen Jahrzehnt verändert hat. Die Studie: https://www.home24.de/garten-studie/ Quellen: Eurostat (ilc_lvho01), Mikrozensus 2022, Bundesverband Deutscher Gartenfreunde, IVG, Immowelt

Powered by OpenAIRE graph
Found an issue? Give us feedback