
Das Projekt «Traumapädagogik inklusiv gestalten» entwickelte eine praxisorientierte Broschüre für Fachpersonen in der Behindertenhilfe, die mit erwachsenen Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und Traumatisierung arbeiten. Ausgangspunkt war eine Forschungslücke zu traumapädagogischen Ansätzen und die unzureichende Erkennung von Traumafolgen in dieser Zielgruppe. Theoretisch stützt sich das Projekt auf die Lebensweltorientierung nach Thiersch (2012), die Intersektionalität nach Crenshaw (1991) sowie auf Erkenntnisse zur erhöhten Vulnerabilität von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung (Senckel, 2014). Fachliche Orientierung boten das Handbuch Traumakompetenzen (Hantke & Görges, 2023) und die Standards für traumapädagogische Konzepte (Fachverband Traumapädagogik, 2025). Die geführten Interviews mit Fachpersonen verdeutlichten die Notwendigkeit, traumapädagogische Ansätze gezielt für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung zu erweitern und zeigten auf, welche Anpassungen und Unterstützungsformen die Zielgruppe benötigt. Die Broschüre überträgt theoretische Grundlagen in alltagsnahe, leicht verständliche Inhalte und enthält Reflexionsfragen, Gefühlskarten und Psychoedukation in einfacher Sprache. Sie soll Fachkräfte sensibilisieren und die inklusive Weiterentwicklung traumapädagogischer Praxis fördern.
+ Code Diss LU: hslusa pask be + Fussnote: Projekt-Arbeit, Hochschule Luzern – Soziale Arbeit, Studienrichtung Soziokultur, 2025 + NL-Code: NLLUHSA202603
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