
Posterpräsentation der AG Minimaldatensatz auf dem NFDI4Objects Community Meeting. Kontrollierte Vokabulare sind seit Langem zentrale Werkzeuge für die Dokumentation von Sammlungsobjekten. Sie ermöglichen konsistente Beschreibungen und fördern die Nachnutzbarkeit von Sammlungsdaten in übergreifenden Netzwerken. Mit den FAIR-Prinzipien hat sich ein international anerkanntes Leitbild etabliert, das nicht nur in der Forschung angewendet wird, sondern gleichermaßen in Museen und Sammlungen, da Sammlungsdaten enorme Relevanz für die Forschung besitzen.Die Verwendung FAIRer Vokabulare trägt wesentlich zur semantischen Interoperabilität im Semantic Web bei. Um ihre Potenziale im Semantic Web voll auszuschöpfen, müssen Vokabulare selbst maschinenlesbar, offen und interoperabel sein. Allerdings bleibt oft unklar, was ein FAIRes Vokabular konkret auszeichnet. Die Publikation der AG Minimaldatensatz wird diese Lücke aufgreifen und eine systematische Übersicht über ausgewählte, im Sammlungskontext relevante Vokabulare anbieten. Im Zentrum stehen tabellarische Auflistungen der Vokabularinformationen und -eigenschaften, die inhaltliche und technische Informationen bündeln. Diese werden um Indikatoren zur Bewertung des FAIR-Niveaus ergänzt. Grundlage für die Bewertung bilden aktuelle Forschungsarbeiten, insbesondere das Modell von Xu, Juty und Goble (2023), das Kriterien für die FAIRness von Vokabularen definiert. So werden Museen und Sammlungen in die Lage versetzt, fundierte Entscheidungen über den Einsatz geeigneter Vokabulare zu treffen, und es wird ein Beitrag geleistet, das Bewusstsein für die praktischen Bezüge der FAIR-Prinzipien zu schärfen. Die Publikation versteht sich zugleich als Ergänzung zu der Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen. Während dort für entsprechende Datenfelder ein Kernset an Vokabularen vorgeschlagen wird, geht die vorliegende Arbeit darüber hinaus, indem sie zusätzliche, disziplinspezifische Vokabulare einbezieht und deren FAIRness beurteilt. Damit werden Lücken geschlossen, die im Rahmen des Minimalatensatzes bewusst offen bleiben mussten. Die Auswahl der Vokabulare orientiert sich an deren Relevanz für Museen, etwa an den in der Minimaldatensatz-Empfehlung genannten Vokabularen, an Ressourcen von museumsvokabular.de sowie an Daten des Instituts für Museumsforschung. Diese erste Publikation konzentriert sich auf die meistgenutzten Vokabulare, während für künftige Arbeiten ein ausgeweiteter Fokus vorgesehen ist. Die Arbeit leistet damit einen doppelten Beitrag: Zum einen dient sie als praktische Entscheidungshilfe für Museen und Sammlungen, die ihre Daten FAIR publizieren möchten und vor der Entscheidung stehen, geeignete Vokabulare für ihre Sammlungsdokumentation auszuwählen. Zum anderen sensibilisiert sie die Fachcommunity für die strategische Bedeutung von Vokabularen im Kontext von Linked Open Data und digitalen Forschungsinfrastrukturen.
Sachkultur, Forschungsdatenmanagement, Kulturwissenschaften, FAIR data principles, Terminologien, Bestandserschließung, kontrollierte Vokabulare, Museen, Digital Humanities, Sammlungen, Normdatei, Linked Data, Terminologische Kontrolle, Museum, Museumsdokumentation, Sammlung, Kulturerbe, Linked Open Data, Normdaten, Archäologie, FAIR, Vokabulare
Sachkultur, Forschungsdatenmanagement, Kulturwissenschaften, FAIR data principles, Terminologien, Bestandserschließung, kontrollierte Vokabulare, Museen, Digital Humanities, Sammlungen, Normdatei, Linked Data, Terminologische Kontrolle, Museum, Museumsdokumentation, Sammlung, Kulturerbe, Linked Open Data, Normdaten, Archäologie, FAIR, Vokabulare
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