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Die Jemen-Forschung der deutschsprachigen Länder: Eine Spezialbibliografie für den Zeitraum 1965 bis 2017

Authors: Abdillah, Mohamed;

Die Jemen-Forschung der deutschsprachigen Länder: Eine Spezialbibliografie für den Zeitraum 1965 bis 2017

Abstract

Der Jemen ist ein Staat in Vorderasien, im Süden der Arabischen Halbinsel. Er bestand in der Antike aus zahlreichen Königreichen, deren Geschichte nach Schätzungen bis ins zehnte Jahrhundert vor Christus zurückreicht (Daum, 1980, S. 18). Der Jemen stand bereits in der Antike im Mittelpunkt, denn es lag an einer der wichtigsten Handelsrouten der Welt (Weihrauchstraße), die Südarabien mit dem Mittelmeerraum verband. Wegen der Bedeutung seiner geografischen Lage und seines kulturellen Erbes ist der Jemen eines der Länder, die von europäischen Orientalisten, Reisenden und Forschenden stark beachtet worden sind. Klein-Franke (2006, S. 155–162) erstellte für den Zeitraum von Mitte des 18. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts eine synoptische Tafel mit 73 Forschenden und Reisenden aus verschiedenen Ländern (Dänemark, Deutschland, Österreich, Frankreich, Niederlande, etc.), die den Jemen (Südarabien) bereisten und erforschten. Die Anfänge der Jemen-Forschung in Europa reichen bis in das 18. Jahrhundert zurück. Bereits im Zeitraum von 1761 bis 1767 brach die Königlich-Dänische Arabien-Expedition nach Südarabien (Nordjemen) auf. Im Zeitraum von 1898 bis 1899 besuchte und erforschte die Südarabische Expedition der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien einige Gebiete des östlichen Teils von Jemen. Ein weiterer Höhepunkt der deutschsprachigen Jemen Forschung ist die Deutsche Jemen-Expedition. Im September und Oktober 1970 besuchte diese den Nordjemen mit den Aufgaben, Dialektstudien und archäologische Untersuchungen durchzuführen sowie südarabische Inschriften zu untersuchen (W. W. Müller, 1970, S. 8). Die Pioniere der deutschsprachigen Jemen-Forschung wie unter anderem Johann David Michaelis, David Heinrich Müller, Carsten Niebuhr, Eduard Glaser, Nikolaus Rhodokanakis, Maria Höfner und Hermann von Wissmann sowie die zeitgenössischen Jemen-Forschenden wie unter anderem Walter W. Müller, Horst Kopp, Walter Dostal, Norbert Nebes und Iris Gerlach prägten das Forschungsfeld „Jemen-Forschung“. Die Spezialbibliografie der Jemen-Forschung mit 4.462 Publikationen bildet die grundlegende Datenbasis für eine szientometrische Studie (Doktorarbeit) zum wissenschaftlichen Output der deutschsprachigen Länder über den Jemen für den Zeitraum 1965 bis 2017. Die Dissertation wurde am 24.03.2025 bei der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Abteilung für Informationswissenschaft eingereicht und als Buch in der Schriftenreihe des Hochschulverbands Informationswissenschaft (HI) „Schriften zur Informationswissenschaft“ veröffentlicht. Der Titel des Buches lautet: „Szientometrie der Jemen Forschung. Der wissenschaftliche Output über den Jemen in den deutschsprachigen Ländern in der Zeit von 1965 bis 2017: Eine analytische bibliometrische Studie“. Parallel zur Publikation des Buches wird hier die erste Version der Spezialbibliografie auf Zenodo veröffentlicht. Um diese Bibliografie zu erstellen, wurden mehrere Recherchen hauptsächlich in den folgenden Datenbanken durchgeführt: Datenbanken aus Deutschland wie: SWB, BVB, HBZ, HEBIS, HEBIS-Retro, KOBV, GBV, DNB, StaBi Berlin und ZDB; Datenbanken aus Österreich wie: Österr. BV, Österr. Landesbibl. und Österr. NB; Datenbanken der Schweiz wie: Swissbib, IDS Basel/Bern und SNB. Verwendet wurden auch die Online-Kataloge der nationalen, universitären und öffentlichen Bibliotheken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die Plattformen und Websites relevanter Institutionen, Stiftungen und Gesellschaften. Die Recherche zu der deutschsprachigen Jemen-Forschung beschränkte sich nicht nur auf die oben genannten Datenbanken. Es wurde auch von einigen wichtigen bibliografischen Datensätzen profitiert, wie die Bibliografie der geheimen DDR-Dissertationen von Bleek & Mertens (1994), die Bibliografien „Südarabien im Altertum“ von Walter W. Müller (2001) und (2014), die Bibliografie „Der Vordere Orient in den Hochschulschriften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ von Schwarz (1980), die Bibliografie „Wirtschaft, Gesellschaft und Politik der Staaten der Arabischen Halbinsel“ von Hansen et al. (1976) und die Literaturlisten der Zeitschrift der deutsch-jemenitischen Gesellschaft (Jemen-Report) von Pierre R. Bakzis und Marieke Brandt. Für eine weitere Suche zu diesem wissenschaftlichen Output in den internationalen Datenbanken wurde in den multidisziplinären Informationsdiensten Web of Science und Scopus recherchiert. Fast 13% (536) aller Publikationen in der Spezialbibliografie entstammen diesen großen interdisziplinären Informationsdiensten. Anhand dieser Bibliografie stellt die szientometrische Studie der deutschsprachigen Jemen-Forschung die Eigenschaften und die Merkmale sowie die zeitlichen, sprachlichen und thematischen Tendenzen des wissenschaftlichen Outputs über den Jemen im deutschsprachigen Raum vor. Zudem legen wir eine durchgehende Verwendung der Dewey Decimal Classification (DDC) als Hilfsmittel der szientometrischen Themenanalyse nach den zehn Hauptklassen der ersten Ebene und den hundert Klassen der zweiten Ebene vor.

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Keywords

Jemen, Spezialbibliografie, Szientometrie, Jemen-Forschung, Bibliometrie

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