
Die motorische Entwicklung hat im Kindergartenalter eine zentrale Bedeutung für das Wohlbefinden und die soziale Integration. Das Werfen ist eine relevante Fertigkeit, um im Kindergarten bei Ballspielen mitmachen zu können. Schwierigkeiten bei der Bewegungsausführung in Bezug auf das Ballwerfen können das Selbstkonzept beeinträchtigen. In der Psychomotoriktherapie wird die Verbesserung der Bewegungsausführung angestrebt, wobei auch die kinästhetische Wahrnehmung dafür genutzt wird. Das Ziel in der vorliegenden Arbeit ist es zu klären, wie relevant die kinästhetische Wahrnehmung in Bezug auf die koordinativen Fertigkeiten am Beispiel des Ballwurfes ist. Dazu wurde ein quasi-experimentelles Kontrollgruppendesign mit Prä- und Posttest im Kindergarten durchgeführt. Zwei Gruppen absolvierten über einen Zeitraum von acht Wochen jeweils zwei wöchentliche Trainingseinheiten zur Ballfertigkeit. Die Experimentalgruppe erhielt zusätzlich ein Training zur Förderung der kinästhetischen Wahrnehmung. Die Stichprobe besteht aus 17 Kindergartenkinder, das Durchschnittsalter beträgt 6;1 Jahre. Die Effektivität des Trainings wurde anhand eines Prä- und Posttests überprüft, bestehend aus Zielwurf und Weitwurf. Beim Zielwurf lag der Fokus auf den Trefferquoten, beim Weitwurf lag der Fokus bei der Bewegungsausführung. Die Ergebnisse zeigen keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen. Mögliche Erklärungen dafür sind die geringe Stichprobengrösse sowie das Fehlen einer Randomisierung, was die Vergleichbarkeit der Gruppen beeinträchtigt haben könnte. Auch die begrenzte Dauer des Trainings könnte die Wirksamkeit eingeschränkt haben. Zudem könnten einzelne Ausreisser innerhalb der kleinen Stichprobe das Ergebnisse verzerrt haben.
Psychomotoriktherapie, Koordination, Werfen, koordinative Fähigkeit, Training, Ball, Bachelorarbeit, Psychomotorik, Kindergarten, kinästhetische Förderung
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