
Hintergrund: Die Zahl der Langzeitüberlebenden nach einer Krebserkrankung wächst stetig. Viele Betroffene leiden unter körperlichen, psychischen und sozialen Spätfolgen der Erkrankung und Therapie. Trotz vielfältiger Unterstützungsangebote fehlt es an gezielten Maßnahmen zur Förderung der allgemeinen Gesundheitskompetenz (Health Literacy) und des Selbstmanagements, insbesondere an digital verfügbaren, diversitätssensiblen Lösungen. Zielsetzung: Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Evaluation eines digitalen, diversitätssensibel ausgerichteten Angebots zur Stärkung der Gesundheitskompetenz und Selbstmanagement-Kompetenzen von Langzeitüberlebenden. Das Angebot soll durch Adaptive Learning und Entertainment-Education-Ansätzen individuell an Nutzer:innenbedarfe angepasst, in einfacher Sprache sowie mehrsprachig bereitgestellt werden. Methode: Es wird ein partizipativer Mixed-Methods-Ansatz verfolgt. Zunächst erfolgt eine systematische Analyse bestehender digitaler Angebote, ergänzt durch 3 Fokusgruppen mit je 5-8 Langzeitüberlebenden. Anschließend wird partizipativ ein Prototyp entwickelt, der in 20 kognitiven Interviews pilotiert und optimiert wird. Die Evaluation umfasst eine randomisierte kontrollierte Studie (n = 800) zur Messung der Effektivität des Angebots sowie qualitative Einzelinterviews zur Prozessevaluation. Die quantitative Analyse erfolgt mittels Strukturgleichungsmodellierung, während qualitative Daten inhaltsanalytisch ausgewertet werden. Ergebnisse: Erwartet wird eine signifikante Verbesserung der allgemeinen Gesundheitskompetenz der Interventionsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe. Sekundäre Outcomes umfassen eine erhöhte Selbstwirksamkeit, eine verbesserte gesundheitsbezogene Lebensqualität und eine reduzierte wahrgenommene Belastung. Erwartete qualitative Ergebnisse sind eine hohe Akzeptanz der Nutzer:innen sowie eine positive Bewertung der Verständlichkeit und Anwendbarkeit des Angebots. Implikationen für Forschung und/oder (Versorgungs-)Praxis: Das Vorhaben leistet einen innovativen Beitrag zur personenzentrierten digitalen Gesundheitsförderung für Langzeitüberlebende nach einer Krebserkrankung. Durch die konsequente Einbindung der Zielgruppe wird eine bedarfsgerechte und akzeptanzfördernde Gestaltung des Angebots sichergestellt. Die Ergebnisse können zur Weiterentwicklung digitaler Versorgungsmodelle und zur Implementierung nachhaltiger, diversitätssensibler Unterstützungsangebote beitragen.
Cancer Survivors, Community Participation, Patient Participation, Internet-Based Intervention
Cancer Survivors, Community Participation, Patient Participation, Internet-Based Intervention
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