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Frühe Förderung leistet einen massgeblichen Beitrag zur Chancengerechtigkeit von Kindern im Vorschulalter. Besonders Kinder aus sozial benachteiligten Familien oder Familien mit Migrationshintergrund profitieren davon. Die Familie hat die Schlüsselfunktion im Hinblick auf die Erziehung und Förderung eines Kindes. Jedoch fühlen sich viele Familien mit ihrer Aufgabe unsicher und überfordert (Margrit Stamm, 2011, S. 4). Eines von vielen Angeboten der Frühen Förderung ist die Mütter- und Väterberatungsstelle (Martin Hafen, 2014, S. 24). Die Mütter- und Väterberatungsstellen sind ein idealer Zugangspunkt, um Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf erreichen zu können. Die Erreichung muss aber noch optimiert werden. Ausserdem kommen in der Beratung von Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf zu den klassischen Themen weitere hinzu, welche in die Felder der Sozialen Arbeit, Sozialpädagogik sowie der Psychologie hineinreichen (Claudia Meier Magistretti, Sarah Rabhi-Sidler, Nicolette Seiterle und Sarah Auerbach, 2015, S. 52-53). In der Praxis hat die Sozialpädagogik nur wenige Berührungspunkte mit dem Feld der Frühen Förderung und normalerweise keinen präventiven Charakter. Es bestehen bereits viele erfolgreiche Projekte, in welchen der Zugang zu Familien mit besonderem Betreuungsbedarf gefördert wird. Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen könnten diese Projekte unterstützen oder bei Bedarf bei den Beratungen und bei Hausbesuchen der Mütter- und VäterberaterInnen hinzugezogen werden, um diese zu unterstützen und auch zu entlasten. Eine Möglichkeit für diese Unterstützung sieht die Autorin in der Anstellung einer Fachperson aus der Sozialpädagogik in den Mütter- und Väterberatungsstellen, was aber ausreichende finanzielle Ressourcen voraussetzt. Auch könnte eine enge Zusammenarbeit mit den Beratungsstellen aus dem Sozialbereich stattfinden, in welchen auch sozialpädagogische Fachpersonen tätig sind. Diese könnten bei Bedarf hinzugezogen werden. Eine weitere Möglichkeit wäre für die Autorin die Arbeit mit Gruppen, also mit mehreren Familien oder Eltern zusammen, im Rahmen sozialpädagogischer Gruppenarbeit.
+ Code Diss LU: hslusa bask 2015 be + Fussnote: Ausbildungsgang Soziokultur
gnd:4039417-7, gnd:4721392-9, gnd:4127746-6
gnd:4039417-7, gnd:4721392-9, gnd:4127746-6
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