
Dieser Beitrag ist eine verwaltungswissenschaftlich fundierte Replik auf zentrale Thesen aus Christian Neuhäusers Buch „Gewalt der Ungleichheit. Würde und Widerstand“ (Reclam 2025). Neuhäuser versteht Gewalt nicht nur als physisches Ereignis, sondern auch als psychische und soziale Verletzung – oft subtil, institutionell oder strukturell vermittelt. Der Beitrag überträgt diese Perspektive auf den Verwaltungskontext und fragt: Wie kann öffentliche Verwaltung strukturelle Gewalt erkennen, vermeiden und überwinden? Statt Neutralität als Schutzbehauptung zu pflegen, wird Verwaltung hier als machtvolle Akteurin mit demokratischer Verantwortung verstanden. Der Text analysiert, wie sich strukturelle Gewalt in Sprache, Verfahren und Repräsentationslücken manifestiert – und zeigt, warum Diversität, Resonanz und Führungshaltung unverzichtbar sind. Fünf konkrete Impulse formulieren praxisnahe Ansätze für eine hörende, menschenorientierte Verwaltungskultur. Der Beitrag richtet sich an Verwaltungspraktiker:innen, Jurist:innen, Inklusions- und Gleichstellungsbeauftragte sowie an alle, die sich für demokratische Resilienz und ethische Führung im öffentlichen Dienst interessieren.
Gewaltbegriff, Teilhabe, Diversität, Resonanz, Legitimität, Menschenwürde, Verwaltungskultur, öffentliche Verwaltung, Macht, Demokratie, Inklusion, Führung, Gewalt
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