
Das Thema Datenschutz ist für alle mit personenbezogenen Daten arbeitenden Forschenden omnipräsent und angesichts der rechtlichen Bindung für die Forschungspraxis hoch relevant. Durch das Inkrafttreten der europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) im Jahr 2018 haben die hinter Datenschutzanforderungen stehenden Komplexitäten noch einmal zugenommen. Ein hohes Datenschutzbewusstsein von Forschenden trifft auf juristisch komplexe Regelungen, die in den meisten Fällen individuelles Handeln und einen umfangreichen Informations- und Abstimmungsprozess mit datenschutzspezifischen Akteuren erfordern. Die Komplexität im wissenschaftlichen Datenschutzprozess findet dabei auf der Sachebene, der Zeitebene und der Sozialebene statt. Zur Komplexitätsreduktion können Forschende verschiedene Wege einschlagen, die jeweils zu Datenschutzlösungen unterschiedlicher Qualität führen: Internetrecherche, Weiterbildungen, Datenschutzberatungen, Ethikvotum mit Datenschutzbeurteilung und kollegiale Gespräche. Es zeigt sich, dass diese Methoden die Komplexität in unterschiedlichem Maße reduzieren, wenn nicht gar steigern und so nicht immer zu sachgerechten Datenschutzlösungen führen. Für den zukünftigen Umgang mit Datenschutzkomplexität sollte daher das Ziel sein, Wege zur Komplexitätsreduktion zu finden, die zu juristisch sauberen oder vertretbaren Datenschutzlösungen und nicht in einer Zunahme von Komplexität münden. Diese Präsentation war Teil der Data Days Niedersachsen 2024. Die Data Days Niedersachsen wurden von der Landesinitiative Forschungsdatenmanagement Niedersachsen, FDM-NDS, veranstaltet. FDM-NDS ist ein Verbundprojekt unter dem Dach der Hochschule.digital Niedersachsen und wird im Rahmen von zukunft.niedersachsen, einem Förderprogramm von Niedersächsischem Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und VolkswagenStiftung gefördert.
Data Days Niedersachsen, Forschungsdatenmanagement, Datenschutz
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