
Dokumentation einer digitalen Datenaufbereitung für die kritische Diskursanalyse einer Stadtlandschaft Was erfährt man über einen Stadtraum – und die Menschen, die in diesem leben und lebten – wenn er durch Inschriften, Gedenksteine, aber auch über dynamische Protestzeichen und Kreidemarkierungen digital kartiert und damit neu erschlossen wird? Mit Unterstützung der HERMES Forschungsstudienförderung wurde diesen Fragen in drei Fallbeispielen nachgegangen mit dem Ziel, historische Überlagerungen und Entwicklungen der Stadt aufzuzeigen und diese, durch nachhaltige Digitalisierung von Bilddaten, transparent und reproduzierbar für Folgestudien zu dokumentieren. Fallstudien: 1. Stadtentwicklung und historische Zeichensetzungen (Inschriften)2. Erinnerungskultur und Sichtbarmachung (Stolpersteine)3. Sozial-politische Aufklärung und Mobilisierung (Protestzeichen) -- In diesen Projektdaten finden sich: Dokumentation (Herangehensweisen und Beobachtungen zu Citizen Science Datensammlungen mit spezifischem Fokus auf der Zusammenarbeit mit Schulen) Daten: Inschriften und Stolpersteine Bilddaten: Inschriften, Stolpersteine und Protestdaten Poster (aus der Konstanzer Ausstellung Oktober 2024 mit Dateneinblicken und Beobachtungen) Skript zur Georeferenzierung und Kartierung der Daten, replizierbar via R mit allen Adressdaten -- Was sind Sprachlandschaften? Der wissenschaftliche Blick auf Sprachlandschaften, oft auch bekannt als linguistic landscapes, beschreibt einen Forschungsbereich der Sprachwissenschaft, in dem es darum geht, systematisch zu ergründen, wie „öffentliche Zeichen Sprach-Räume konstituieren“ (Auer 2010: 271). “The language of public road signs, advertising billboards, street names, place names, commercial shop signs, and public signs on government buildings combines to form the linguistic landscape of a given territory, region, or urban agglomerate“ (Landry & Bourhis 1997: 25) Das besondere an Schrift im öffentlichen Raum ist die bedingte Verankerung, oder Dingfestigkeit, die das Zeichen an ein lokales Objekt bindet, aber loslöst von der*dem Sprecher*in, wie auch der Zeit der Äußerung. Die Dokumentation von Zeichen einer Sprachlandschaft erlaubt es uns, den Raum als Grundlage sozialen Handelns zu sehen: „Öffentliche, ortsgebundene Schrift […] macht solche Räume les- und damit nutzbar“ (Auer 2010: 274). Die Forschung um Sprachlandschaften beschäftigt sich traditionell mit Mehrsprachigkeit, aber auch Fragen zur geschichtlichen Entwicklung, der Aushandlung von Machtverhältnissen, oder öffentlichen Ansprachen finden Anwendung. Die hier vorgestellten Fallbeispiele zeigen ganz unterschiedliche Funktions- und Handlungsspielräume für Betrachter*innen, die alle gemeinsam haben, Konstanz erfahrbar zu machen.
Dieses Projekt wurde durch das BMBF-Datenkompetenzzentrum HERMES gefördert. - Das Datenkompetenzzentrum HERMES – Humanities Education in Research, Data, and Methods – widmet sich dem Bedarf an Aus-, Weiter- und Fortbildung und praxisorientierter Beratung im Bereich der Datenkompetenzen in der geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschung und Lehre sowie in GLAM-Einrichtungen (Galleries, Libraries, Archives and Museums). HERMES etabliert Orte des Lernens, Forschens und Vernetzens, an denen Datenkompetenzen in den Geistes- und Kulturwissenschaften vermittelt, weiterentwickelt und kritisch reflektiert werden. https://hermes-hub.de/
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