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Der Autor befasst sich mit Wesen und Ursprung der Empathie und beschreibt ihre Bedeutung für die Beratungstätigkeit in der Sozialarbeit. Empathie ist eine angeborene Fähigkeit, welche durch die Funktion der Spiegelneurone im Gehirn ermöglicht wird. Sie wurde von der Evolution herausgebildet, weil sich damit intuitiv Befindlichkeit und Absichten von Mitmenschen erkennen lassen. Daraus resultiert ein Anpassungsvorteil in der sozialen Umwelt. Empathische Prozesse werden reflexartig ausgelöst, sobald bei einem Gegenüber affektive Signale erkannt werden. Auch die Wahrnehmung der Situation von Hilfebedürftigen kann denselben Auslösemechanismus aktivieren. Die Persönlichkeitskomponenten der beobachtenden Person beeinflussen den Verlauf des empathischen Geschehens und bestimmen, ob und wie es sich in einer prosozialen Handlung äussert. Beratungsbeziehungen sind geprägt durch Nähe und intensive Auseinandersetzung mit belastenden Aspekten der Klientinnen und Klienten. Sie lösen bei Sozialarbeitenden empathische Prozesse aus. Die Beratenden sind dabei aber nicht einfach Spielball ihrer genetischen Programmierung, sondern können die Vorgänge auf Ebenen der Persönlichkeitsreflexion, beruflichen Haltung und Fachkompetenz steuern. Mit einer empathischen Haltung werden Ratsuchende ganzheitlich wahrgenommen und sie ermöglicht ihnen, sich ihren Problemen zu stellen und eigene Lösungsansätze zu entwickeln. Empathie ist für Beratungsprozesse eine wertvolle Bereicherung. Sie kann sich aber in Verbindung mit bestimmten Persönlichkeitsstrukturen der Beratenden in Über-Identifikation oder Vermeidungshaltungen äussern und eine erfolgreiche Unterstützung verhindern und gar verun-möglichen.
+ Code DISS LU: hslusa basa 2009 be + NL-Code: NLLUHSA200909 + Sprache: ger + Fussnote: Bachelor-Arbeit, Hochschule Luzern - Soziale Arbeit, Ausbildungsgang Sozialarbeit, 2009
gnd:4133262-3, gnd:4005565-6, gnd:4055676-1
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