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doi: 10.5281/zenodo.11466
Aktuelle Textverarbeitungsprogramme haben gerade bei der Erstellung von wissenschaftlichen Dokumenten große Defizite, da dort oft formale Modelle, wie z.B. Chemie-Moleküle, aus dem jeweiligen Fachgebiet (Domäne) benutzt werden müssen. Heutige Systeme können mit diesen Modellen nicht direkt interagieren, was oft zu Inkonsistenzen im Dokument führt. In dieser Arbeit wird der Prototyp eines Dokumenteditors entwickelt, welcher domänenspezifische Dokumentelemente einführt, und so formale Modelle direkt bei der Bearbeitung des Dokuments verwendbar macht. Die Dokumentelemente (z.B. Absätze, Abbildungen etc.) können auch domänenspezifische Inhalte repräsentieren, z.B. ein Molekül. Wenn ein Dokumentelement auf ein anderes verweist, kann direkt auf Attribute des darunterliegenden Modells zugegriffen werden; bspw. auf den Namen eines Moleküls. Der Prototyp beweist seine Praxistauglichkeit anhand von vier konkreten Anwendungsfällen. Aus dem Prototyp ist eine allgemeine Theorie über den inneren Aufbau von Dokumenten entwickelt worden und tangiert die Bereiche (Meta-)Modellierung, Projektionseditoren, Semiotik und Taxonomie. Es gibt vielfältige Weiterentwicklungsmöglichkeiten, wie Ausbau zur Open Access Platform mit erweiterten Autorenfunktionen, Zentrale für Format-Transformationen oder Literate Programming IDE.
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