
Einleitung In den letzten Jahrzehnten hat sich Deutschland zu einer multikulturellen und vielfältigen Gesellschaft mit Menschen unterschiedlicher ethnischer, kultureller und religiöser Hintergründe entwickelt. Wir leben in einer „Migrationsgesellschaft“ (Dümling, 2018, S. 231). Diese Entwicklung nimmt ihren Ausgangspunkt in der Anwerbung von Gastarbeiter:innen in den 1950er bis 1960er Jahren. Es folgen Phasen der Flucht von Menschen aus der ehemaligen DDR, der Zuwanderung von asylsuchenden Bürgerkriegsflüchtlingen aus Krisengebieten wie Jugoslawien, Syrien, dem Irak, Iran oder Afghanistan sowie der Ankunft von Menschen aus der Ukraine aufgrund des Konflikts im Jahr 2022. Migration bezeichnet die räumliche Verlegung des Lebensmittelpunktes eines Menschen (Statistisches Bundesamt, 2023). Derzeit hat ca. ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund. Menschen mit Migrationshintergrund sind Personen, die selbst nicht mit einer deutschen Staatsangehörigkeit geboren sind oder bei denen mindestens ein Elternteil dieses Kriterium erfüllt (Statistisches Bundesamt, 2023). Die Reaktionen auf die Migrationsbewegungen sind vielfältig und reichen von einer Willkommenskultur bis hin zu offener Ablehnung (Dümling 2018, S. 231; Dümling, Löchelt & Zimmermann, 2018, S. 11ff.). Dies stellt die Gesellschaft notwendigerweise vor die Herausforderung, das interkulturelle Zusammenleben zu gestalten und den sozialen Zusammenhalt zu fördern. Migration beeinflusst unsere Gesellschaft in allen Facetten und fordert eine gesamtgesellschaftliche Anpassung. Ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens sind dabei das Bildungssystem und der Arbeitsmarkt. Beide Bereiche befinden sich in einer fortwährenden Transformation und Neuausrichtung, um sich den neuen Gegebenheiten der Gesellschaft anzupassend, bzw. proaktiv auf Herausforderungen und Veränderungen zu reagieren. Ebenso wie das Migrationsgeschehen an sich, passiert diese Weiterentwicklung schrittweise, erfordert immer wieder ein Ausprobieren und Auswerten. Im vorliegenden Evaluations- und Wirkungsbericht wird das Pilotprojekt „Jugendhilfe integriert“ ausgewertet, das selbst als Förderprojekt im Programm „Sozialwirtschaft integriert“ durch verschiedene Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen zur Integration von Migrant:innen in den ersten Arbeitsmarkt beitragen möchte. Projekte wie dieses und deren Auswertung sind nicht zuletzt von Bedeutung, da im aktuellen Bildungssystem die Ungleichheit zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund immer weiter zunimmt...
Educational sciences, Human migrations, FOS: Educational sciences
Educational sciences, Human migrations, FOS: Educational sciences
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