
Humanities und Sozialwissenschaften sind wechselseitig aufeinander bezogen: Kunstgeschichte hinterfragt (digitale) Objekte auf ihre gesellschaftlichen Produktionsbedingungen hin, Sozialwissenschaften nutzen die Möglichkeiten digitaler Datenanalysen, reflektieren aber auch Technologien und deren transformative Wirkung auf Gesellschaft. Für die Digital Humanities birgt die Kombination beider Perspektiven erhebliches Potential. In digitale Repräsentationen von Artefakten und Prozessen schreiben sich fachliche Perspektiven ein. Diese manifestieren sich als Daten- und Informationsmodellierung, die es schwer machen, bei der Betrachtung von Daten alternative Blickwinkel einzunehmen. Um dies im wissenschaftlichen Arbeitsablauf neu zu denken, schlagen wir den Ansatz der Konzeptraumanalyse vor. Der Begriff Konzeptraum meint den Möglichkeitsraum an vorstellbaren Übersetzungen zwischen verschiedenen Denksystemen und den aus ihnen heraus produzierten Daten- und Informationsmodellen, die bestimmte Lesarten bevorzugen oder behindern. Wir plädieren dafür, jedes spezifische Datenmodell und seine sozialen Produktionsbedingungen bereits bei der Erarbeitung auf alternative Konzepte aus anderen Denksystemen hin zu prüfen, die den Erkenntniswert bei Bearbeitung einer Fragestellung substantiell steigern können.
Paper, Kontextsetzung, Sprache, Forschungsprozess, Theoretisierung, Vortrag, Artefakte, DHd2024, Modellierung, Theoriehintergrund, Konzepträume, Workflow
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