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Entwicklung von betriebs- und verfahrenstechnischen Lösungen für eine nachhaltige, Stickstoff-effiziente und tiergerechte Indoor-Garnelenproduktion auf Basis der Biofloc-Technologie (BFT)

Authors: Peppler, Christina; Bruns, Stefan; Teitge, Felix; Jung-Schroers, Verena; Steinhagen, Dieter; Polyplan-Kreikenbaum Gruppe GmbH; Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover;

Entwicklung von betriebs- und verfahrenstechnischen Lösungen für eine nachhaltige, Stickstoff-effiziente und tiergerechte Indoor-Garnelenproduktion auf Basis der Biofloc-Technologie (BFT)

Abstract

In diesem Vorhaben wurde eine kommerzielle Biofloc-Anlage zur Garnelenproduktion über einen Beobachtungszeitraum von ca. 2,5 Jahren näher untersucht. Im Fokus stand das Identifizieren von Steuerungsmöglichkeiten für einen möglichst nachhaltigen Betrieb. Dafür wurden im laufenden Betrieb Daten zu Wasserqualität, der Mikrobiozönose und den zootechnischen Daten erhoben und Kennzahlen der spezifischen Verbräuche (Energie/ Wasser/ Futtermittel) abgeleitet. Dabei wurden auch unterschiedliche Betriebsszenarien genauer beleuchtet. Im Projektverlauf mussten einige geplante Arbeiten umgewidmet werden. Schwierigkeiten durch externe, nicht beeinflussbare Faktoren behinderten alle Aufgabenbereiche in der Durchführung. Nur in stabilen Systemen können Steuerungsmöglichkeiten definiert werden. Der Zusammenhang zwischen Maßnahme und Reaktion des Systems muss eindeutig sein. Dies wurde im Projektverlauf allerdings durch zu viele und sich ändernde Variablen stark erschwert. Es fehlte im gesamten Beobachtungszeitraum eine längere stabile Phase unter Voll-Besatz der Anlage, in der gezielt einzelne Steuerungsmöglichkeiten zu identifizieren gewesen wären. Dennoch konnten einige wertvolle Ergebnisse generiert werden und bestimmte Zusammenhänge ließen sich erkennen:  Bei niedrigen Biofloc-Volumina kam es aufgrund der dadurch verminderten Kapazitäten N-Verbindungen umzusetzen zu erhöhten Nitrit-N-Konzentrationen  Schwankende N-Einträge können diese Kapazität ebenso begrenzen, beispielsweise in und auch eine Zeitlang nach Phasen sehr schwacher Anlagenauslastung  Es wurden Bioflocs mit unterschiedlichem Phänotyp und Absetzverhalten beobachtet, ohne dass hierfür abschließend alle Einflussgrößen identifiziert und damit Steuerungsmöglichkeiten definiert werden konnten (ein Einflussfaktor für ein schlechteres Absetzverhalten konnte mit der Injektorbelüftung identifiziert werden)  Ein erfolgreicher Ansatz zur Steuerung der Biofloc-Volumina lag in der Anpassung der Umwälzraten bzw. Volumenströme durch die Wasseraufbereitung, allerdings begrenzt auf Bioflocs mit gutem Absetzverhalten  Die in der BFT-Literatur beschriebene Zudosierung der Kohlenstoffquelle Zucker hat sich vor allem in der PLPhase zur Initiierung der Biofloc-Bildung bewährt  In den GOB erwies sich die Zuckergabe als weniger praxistauglich und zudem konnten unerwünschte Nebeneffekte (Fadenbakterien) beobachtet werden Maßnahmen zur Verbesserung des Tierwohls wurden im Vorhaben in Form des Angebots von Habitaten als Versteckund Rückzugsmöglichkeit untersucht. Der Einsatz der Strukturen scheint das Stressniveau der Garnelen nicht zu beeinflussen. Einen Vorteil können die Strukturen aufgrund zusätzlicher Oberfläche für die Ansiedlung von Nitrifizierern bieten. Durch den Einsatz von Habitaten kann es zu eventuell unvorteilhaften Änderungen der Strömungsverhältnisse kommen. Dies sollte bei der Implementierung berücksichtigt werden. Für die Produktqualität sind vornehmlich Betriebsfaktoren wie hochwertige Futtermittel und die Einhaltung der möglichst optimalen Haltungsbedingungen entscheidend. Großes Optimierungspotenzial sehen die Projektpartner in einer Verbesserung der PL-Akklimatisierung und daraus zu erwartender erhöhter Überlebensrate. Auch die Verfügbarkeit und Qualität der Besatztiere ist hierbei wesentlich. Die Bedeutung der Bezugsquelle bzw. der jeweils eingesetzten genetischen Zuchtlinien sollte weiter untersucht werden. Das Biofloc-Verfahren ist im Vergleich zu herkömmlicher RAS-Aquakultur komplexer und erfordert spezifisches Fachwissen des Betreuungsteams über Wechselwirkungen zwischen Biologie, Wasserchemie und Technik. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit der 'Zwitter'-Lösung die positiven Aspekte beider Technologien vereinen. Mit der Datenbank DeltA, als Bestandteil der umfassenderen Datenbank DANA 2.0, steht uns ein wichtiges Mittel zur Betreuung und Echtzeit-Kontrolle zahlreicher Prozesse in den Betrieben zur Verfügung und so minimieren wir die Risiken für die Anlagenbetreiber. Biofloc-basierte Aquakultur bietet vielfältige Vorteile, die in zahlreichen Studien belegt wurden und wird angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung und begrenzter Ressourcen sicher noch weiterentwickelt, auch für den Einsatz in Indooranlagen.

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