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Wirft man einen Blick auf die Polizeistatistiken, ist Sexualdelinquenz im Gesamtspektrum eher als Randphänomen zu beobachten. Nichts desto weniger nimmt ein aufgedeckter Kindesmissbrauch in den Medien einen besonders hohen Stellenwert ein. Es ist ein grausames Delikt, welches viele Emotionen wie Wut oder Angst auslöst. Oft entstehen dabei problematische Stigmatisierungen, was in jüngster Zeit auch zu strengeren Sexualstrafgesetzen für pädosexuelle Übergriffe führte. Die Gesellschaft fordert härtere und längere Strafen für alle. Doch nur die wenigen stellen sich die Frage, was ist Pädophilie bzw. Pädosexualität überhaupt? In diesem Zusammenhang ist der Gegenstand der hier vorgestellten Bachelorarbeit die differenzierte Auseinandersetzung mit pädosexuellen Straftätern und deren Resozialisierungschancen im Hinblick auf die vorherrschende Stigmatisierung. Dabei beschränkt sich der Fokus auf die Haltung von Sozialarbeitenden im Rahmen der Bewährungshilfe. Eine Studie von Wolfang Klug und Daniel Niebauer (2016) hat gezeigt, dass selbst Fachpersonen nicht von Vorurteilen gegenüber pädosexuellen Straftätern verschont sind. Diese Gegebenheit stellt eine grosse Hürde hinsichtlich der Resozialisierungschancen dieser Tätergruppe dar. Anhand des normativen Handlungsmodells wurde in dieser Arbeit die Problematik angegangen und mögliche Handlungsweisen ausgearbeitet, um der Stigmatisierung entgegenzuwirken. Es hat sich gezeigt, dass die ständige Reflektion mit der eigenen Handlungsweise in der Sozialen Arbeit unabdingbar ist. Die Soziale Arbeit als Profession wurde beleuchtet und Schlussfolgerungen daraus gezogen.
+ Code Diss LU: hslusa basa 2017 + Code Diss LU: hslusa basp 2017 + Fussnote: Bachelorarbeit, Hochschule Luzern - Soziale Arbeit, Ausbildungsgang Sozialarbeit & Sozialpädagogik, 2017 + NL-Code: NLLUHSA201710
gnd:4055864-2, gnd:4055676-1, gnd:4138453-2, gnd:4057561-5
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