
doi: 10.15203/OEGA_34.7
Um die verbreitete Anwendung bodenschonender und klimawandelangepasster Bodenbewirtschaftungsmethoden in Österreich gezielt fördern zu können ist es hilfreich, die Prioritäten österreichischer Landwirt*innen in ihrem Umgang mit dem Boden zu kennen. Die vorliegende Studie untersucht diese Prioritäten indem sie typische Sichtweisen auf den Umgang mit dem Boden identifiziert und beschreibt. Dies geschieht mit Hilfe der Q-Methode, für die im Rahmen von Interviews mit 31 Weinviertler Betriebsleiter*innen Daten erhoben wurden. Die Auswertung zeigt, dass drei unterschiedliche typische Sichtweisen auf Bodenbewirtschaftung existieren: Fokus auf Lebensmittelproduktion, auf wirtschaftliche Effizienz und auf Bodengesundheit. Im Rahmen von Stakeholder Workshops wurden darauf aufbauend Vorschläge für Maßnahmen entwickelt, die Landwirt*innen mit diesen Sichtweisen jeweils ansprechen und in einer Veränderung ihrer Bodenbewirtschaftung unterstützen können.
