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doi: 10.1007/bf01680715
1. Unter den Seesternen wird fur die Astropectiniden der Nachweis erbracht, dass ihre Fusschen hochgradig lichtempfindlich sind. Diese werden bei Belichtung nach kurzer Latenzzeit eingezogen und es schliesst sich die Ambulacralrinne uber ihnen. a. Rote Reizlichter haben hier, wie bei allen Wirbellosen, verhaltnismassig geringe, grune und blaue Lichter eine viel grossere Wirkung, auch dann, wenn sie unserem normalen Auge dunkler erscheinen als das Rot. Bei Dunkelaufenthalt zeigen die Fusschen eine adaptative Empfindlichkeitssteigerung von betrachtlichem Umfange. 2. Fur manche Holothurienarten liess sich eine bisher nicht bekannte ausgesprochene Lichtempfindlichkeit der Mundtentakeln nachweisen, die bei Belichtung eingezogen werden. Auch hier konnte eine deutliche adaptative Anderung der Lichtempfindlichkeit nachgewiesen und dargetan werden, dass roten Reizlichtern gegenuber grunen und blauen ein relativ sehr geringer Reizwert zukommt. 3. Unter den Echiniden liess sich bei Centrostephanus longispinus eine bisher nicht gekannte Lichtreaktion nachweisen und zeigen, dass die violetten Kolbchen in der Umgebung des aboralen Poles schon bei sehr geringer Lichtstarkenverminderung nach einer Latenzzeit von 1/2–1 Sekunde anfangen, lebhaft zu rotieren. 4. Es werden neue Methoden entwickelt, um diese Lichtreaktionen genauer, auch messend, zu verfolgen und es wird so zum ersten Male der Nachweis erbracht, dass fast die kleinsten von einem normalen Menschenauge noch eben als Helligkeitsverschiedenheiten wahrgenommenen Lichtstarkenunterschiede genugen, um bei Centrostephanus Bewegungen der violetten Kolbchen hervorzurufen. 5. Es wird bei den neuen Untersuchungen von einer direkten Bezugnahme auf die Helligkeitsempfindungen des Menschen abgesehen und zum ersten Male durch vergleichende Messungen der Nachweis erbracht, dass die durch Reizung mit farbigen Lichtern hervorgerufenen Reaktionen bei Centrostephanus und bei anderen Wirbellosen eine ahnliche oder die gleiche Art der Abhangigkeit von der Wellenlange zeigen, wie die Pupillenreaktionen des total farbenblinden Menschen bei Untersuchung mit den gleichen farbigen Lichtern. 6. Damit ist auf einem neuen Wege dargetan, dass auch bei Centrostephanus die Sehqualitaten weitgehende Ubereinstimmung mit jenen bei anderen Wirbellosen und beim total farbenblinden Menschen zeigen und von jenen des normalen, farbentuchtigen und des partiell farbenblinden Menschen in ganz charakteristischer Weise verschieden sind.
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