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doi: 10.1007/bf01427691
1 Die Geschwindigkeit der nicht raschen Koagulation hydrophober Sole nimmt auserordentlich stark mit wachsender Elektrolytkonzentratton zu, wahrend bei hoheren Elektrolytkonzentrationen im Gebiet der raschen Koagulation die Geschwindigkeit konstant und von der Konzentration und Natur des Elektrolyten unabhangig ist. Die rasche Koagulation hat M. v. Smoluchowski molekularkinetisch erklart, indem er annahm, das alle Zusammenstose zwischen Teilchen unelastisch sind und zur Koagulation fuhren, bei denen die Teilchen gegenseitig in die Wirkungssphare ihrer Anziehungskraft gelangen. Um den starken Anstieg der Koagulationsgeschwindigkeit bei der nicht raschen Koagulation zu erklaren, wird folgendes angenommen: die in diesem Konzentrationsgebiet vorhandene Ladung der Teilchen bedingt eine Abstosung; nur die Teilchen gelangen zu einer, die Koagulation bedingenden Beruhrung, deren Geschwindigkeit bzw. endige Kraft einen bestimmten kritischen Wert erreicht und ubersteigt, der um so groser ist, je groser die Ladung der Teilchen. Gemas der Fehlerkurve nimmt die Zahl- dieser Teilchen, sehr stark zu, wenn diese kritische Geschwindigkeit mit sinkender Ladung abnimmt, die Elektrolytkonzentration also wachst. Die Formel, die man so fur den Zusammenhang zwischen Koagulationsgeschwindigkeit und Elektrolytkonzentration ableiten kann, stimmt mit der Erfahrung uberein. 2. Die unter 1 vertretene Anschauung macht es wahrscheinlich, das der autokatalytische Verlauf fur die nicht rasche Koagulation eigentumlich ist und nicht blos, wie v. Smoluchowski vermutet, von Nebenumstanden herruhrt. 3. Auch die Vergroberung koagulierter Flocken und der damit oft verbundene Adsorptionsruckgang, die bezuglich des autokatalytischen Verlaufes und der Elektrolytabhangigkeit durchaus der Koagulation gleichen, lassen sich auf Grund der unter 1 entwickelten Auffassung deuten. Die Einzelteilchen in den noch lockeren koagulierten Flocken sind nicht vollig entladen und sind ferner z. T. durch auserst feine Flussigkeitshautchen getrennt. Die Ladung bedingt wiederum eine Abstosung, die nur von Teilchen uberwunden wird, die in ihren Schwingungen eine gewisse kritische lebendige Kraft erreichen. Blos diese durchbrechen die Flussigkeitshautchen und gelangen zur unmittelbaren Beruhrung und weiteren Verschmelzung, und auf dieser beruht die Vergroberung. 4. Bei Flocken, die mit schwach koagulierenden Ionen koaguliert worden sind, ist die Ladung groser und mit der Elektrolytkonzentration weniger veranderlich als bei Flocken, die mit stark koagulierenden Ionen ausgefallt wurden. Dies hat nach 3 zur Folge, das sich erstere langsam vergrobern und daher durch Auswaschen unter Umstanden peptisieren lassen, wahrend dies bei den letzteren nicht der Fall ist Auch die Tatsache, das ein gut mesbarer Adsorptionsruckgang nur bei stark adsorbierbaren und stark koagulierenden Farbstoffkationen beobachtet wurde, steht mit dieser Theorie im Einklang.
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