
handle: 10419/216292
Wir analysieren die Entwicklung der Lohnstruktur in Ostdeutschland in den letzten zwei Jahrzehnten und vergleichen sie mit Westdeutschland. Beide Regionen verzeichneten zwischen 1995 und 2009 einen Anstieg der Lohnungleichheit, wobei die Lohndispersion in Ostdeutschland, insbesondere an der Spitze der Verteilung, die westdeutsche übertrifft. Wir zeigen auch, dass die Lohnungleichheit in Deutschland seit 2009 nicht mehr zunimmt und in Ostdeutschland sogar abnimmt. Kompositionelle Veränderungen in der Erwerbsbevölkerung und Veränderungen entlang der Beschäftigungsquote spielen nur eine untergeordnete Rolle für diese Entwicklung. Der starke Rückgang der Tarifbindung in Ostdeutschland hat ebenfalls nur einen geringen Einfluss auf die Ungleichheit gehabt. Die neuen branchenspezifischen Mindestlöhne nach 2008 können hingegen die gesamte Trendwende in der ostdeutschen Lohnungleichheit nach 2009 erklären. Nachfrageseitige Veränderungen scheinen einen wesentlichen Einfluss auf die steigende Lohndispersion an der Spitze der Verteilung zu haben
ddc:330
ddc:330
| selected citations These citations are derived from selected sources. This is an alternative to the "Influence" indicator, which also reflects the overall/total impact of an article in the research community at large, based on the underlying citation network (diachronically). | 0 | |
| popularity This indicator reflects the "current" impact/attention (the "hype") of an article in the research community at large, based on the underlying citation network. | Average | |
| influence This indicator reflects the overall/total impact of an article in the research community at large, based on the underlying citation network (diachronically). | Average | |
| impulse This indicator reflects the initial momentum of an article directly after its publication, based on the underlying citation network. | Average |
