
Inhalt Tabellen und Abbildungen Abkürzungen Danksagung Kapitel 1 Die Frage: Hat die deutsche Hochschulforschung ein sich selbst reproduzierendes Problem? 1.1 Untersuchungsthema und theoretische Herangehensweise 1.2 Empirischer Gegenstand und methodisches Vorgehen Kapitel 2 Das Problem: Der Verdrängungsdruck der Lehre auf die Forschung 2.1 Organisatorisches Nebeneinander von Forschung und Lehre 2.2 Nebenwirkungen bildungspolitischen Handelns 2.2.1 Bildungspolitischer Inklusionsschub 2.2.2 Finanzpolitische Ressourcenverknappung 2.2.3 Bildungspolitische Reaktionen Kapitel 3 Individuelle Problembewältigung: Praktiken des Coping mit Zeit- und Ressourcenknappheit 3.1 Neutralisierung des zeitlichen Verdrängungsdrucks der Lehre 3.1.1 Das Zeitbudget der Professoren 3.1.2 Rationalisierung der Lehre 3.1.3 Abwälzung der Lehre 3.2 Drittmittelabhängigkeit und Drittmittelakquisition 3.2.1 Verknappung der Ressourcen der Grundausstattung 3.2.2 Drittmittelentwicklung 3.3 Coping mit Drittmittelknappheit 3.3.1 Drittmittelquellen 3.3.2 Akquisitionspraktiken 3.3.3 Enteignung der Professoren von der Forschung Kapitel 4 Kollektive Problembewältigung: Die wechselseitige forschungspolitische Blockadebeziehung zwischen Hochschulen und Staat 4.1 Forschungspolitischer Dissens 4.1.1 Forschungspolitische Situationsdeutungen 4.1.2 Differierende Politikverständnisse 4.2 Mikropolitik in der Hochschule und forschungspolitische Auseinandersetzungen 4.2.1 Das Scheitern der Kompensationsforderungen der Hochschulen 4.2.2 Die Kollegialität der Professoren in der hochschulischen Selbstverwaltung als Barriere gegen staatliche Leistungszumutungen 4.3 Inkrementelle staatliche Praktiken der Ressourcenumverteilung Kapitel 5 Die Mehrebenen-Akteurkonstellation: Das Wechselspiel zwischen bildungspolitischer Problemerzeugung und kollektiver und individueller Problembewältigung 5.1 Das funktionale Primat der Lehre als koinzidentiell ausgelöster Verdrängungsdruck auf die Forschung 5.2 Die Verflechtung von Rekrutierungs-, Verteilungs-, Akquisitions- und Forderungsspiel Kapitel 6 Die Folgewirkungen: Veränderungen und Zukunftsperspektiven der Hochschulforschung 6.1 Quantitative und qualitative Verschlechterungen 6.2 Möglichkeiten zukünftiger Entwicklung Literatur
Die Forschung an den westdeutschen Hochschulen ist seit Mitte der siebziger Jahre durch zunehmende Lehrbelastung einem Verdrängungsdruck ausgesetzt. In einer differenzierungstheoretisch angeleiteten Analyse werden Ursachen und Folgen dieser Entwicklung untersucht. Die Hochschulen und ihre Beziehungen zu den staatlichen bildungs- und forschungspolitischen Instanzen werden dabei als komplexe Mehrebenenkonstellationen von individuellen und korporativen Akteuren erfaßt. Es zeigt sich einerseits, daß die einzelnen Professoren diesem Verdrängungsdruck nicht völlig hilflos ausgesetzt sind, sondern viele ihn durch verschiedene Praktiken des "Coping" zumindest mildern können. Andererseits lassen die Blockadewirkungen inneruniversitärer Verfahren kollektiven Entscheidens sowie die festgefahrenen forschungspolitischen Auseinandersetzungen keine wirksame Problembewältigung zu.
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