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Der Begriff Neoliberalismus ist angesichts der Finanzkrise in Misskredit geraten. Aber was bedeutet eigentlich Neoliberalismus? Viktor J. Vanberg, Walter Eucken Institut, Freiburg, definiert Ordnungstheorie als das wirtschafts- und rechtswissenschaftliche Forschungsprogramm der Freiburger Schule und ihr verwandter Denkansätze, das das Augenmerk auf die Steuerungswirkungen richtet, die die rechtlich-institutionellen Rah-menbedingungen auf die in ihnen stattfindenden wirtschaftlichen Prozessabläufe aus-üben. Ordnungspolitik ist der angewandte Zweig dieses Forschungsprogramms. Die ordoliberale Ordnungsökonomik richte ihr Forschungsinteresse auf die Frage, wie die institutionellen Rahmenbedingungen, unter denen Individuen agieren und kooperieren, in einer Weise gestaltet werden können, die ihnen bestmögliche Aussichten biete, in wechselseitig kompatibler Freiheit ihre eigenen Zwecke zu verfolgen. Für Wernhard Möschel, Universität Tübingen, ist eine marktwirtschaftliche Ordnung nicht denkbar ohne inhaltliche Normierungen. Auch bei einem neoliberalen Ansatz bleibe Raum für ergänzende und für korrigierende Politiken. Heiner Flassbeck, UNCTAD, und Friederi-ke Spiecker sehen dagegen den Neoliberalismus »mit seiner undifferenzierten Vorstel-lung, den Staat auf ein ordnungspolitisches Minimum zur Organisation des freien Wett-bewerbs auf freien Märkten zu reduzieren«, als gescheitert an. Der Wirtschaftspolitik sollte ein klares Primat gegenüber spekulationsanfälligen Märkten eingeräumt werden. Peter Hampe, Technische Universität Dresden und Münchner Hochschule für Politik, betrachtet die Entstehungsgeschichte des Neoliberalismus und erläutert die Differenz zwischen Neo- und Paleoliberalismus. Hans-Werner Sinn erklärt die Position des Neo-liberalismus anhand eines Fußballspiels.
P00, ddc:330, Wirtschaftsliberalismus, Ordnungspolitik, Wirtschaftsliberalismus, Ordnungstheorie, Ordnungspolitik, Ordnungstheorie, jel: jel:P00
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