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Sollte der Staat mittels einer aktiven Industriepolitik, die die Belange der Wettbewerbspolitik hintan stellt, Unternehmen "züchten", die im Wettbewerb auf dem Weltmarkt bestehen können? Für Prof. Dr. Juergen Donges, Universität zu Köln, stoßen staatliche Initiativen zum Champions-Building oder Champions-Defending sehr schnell an Grenzen der Wirksamkeit. Der bessere Weg sei die Schaffung von Rahmenbedingungen, bei denen die Unternehmen einen starken Anreiz haben, im Inland in Forschung und Entwicklung zu investieren und eine rasche Umsetzung von Forschungsergebnissen in neue, marktfähige Produkte zu erreichen. Nach Ansicht von Dr. Dieter Heuskel, Boston Consulting Group, "steht (es) außer Frage, dass die Entwicklung international wettbewerbsfähiger Unternehmensstrategien in erster Linie Aufgabe des Managements ist. Dazu zählt auch die Entscheidung über Investitionen und Standorte. Es bleibt jedoch Aufgabe der Politik - sowohl der nationalen wie vor allem der europäischen Wirtschaftspolitik -, die Wettbewerbsbedingungen so zu gestalten, dass europäische Unternehmen im internationalen Wettbewerb wie auch an ihrem Ausgangsstandort "bewegungsfähig" sind und strategisch agieren können." Für Dr. Kurt Christian Scheel, Bundesverband der Deutschen Industrie, Berlin, ist die Frage nicht, ob wir nationale Champions brauchen, sondern: "Natürlich sind Champions wünschenswert. Aber: Diese sollen sich aus eigener Kraft nach den Gesetzen des Marktes entwickeln. Nur der Markt kann entscheiden, welches Unternehmen wächst und welches scheitert. Die Aufgabe des Staats ist es, durch geeignete Rahmenbedingungen dafür zu sorgen, dass Deutschland für Investitionen attraktiv bleibt, die Grundlage dieses Wachstums sind."
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