
doi: 10.64136/zdwl6552
Wettbewerbe sind von Filmfestivals kaum wegzudenken. Auf den Kurzfilm, der außerhalb des Festivalbetriebs kaum Auswertungsmöglichkeiten hat, wirkt sich diese Wettbewerbslogik in besonderer Weise aus. Der Beitrag untersucht die Festivalpremiere als Verknappungsmechanismus und fragt, welche Effekte die Premierenknappheit auf die Konkurrenzkonstellation Kurzfilmfestival hat. Ausgehend von der Beobachtung, dass Festivals mit hoher Konsekrationskraft auch dem größten Druck unterliegen, hohe Premierenquoten aufzuweisen, wird gezeigt, dass Originalitätsansprüche nicht nur bei der Bewertung von Filmen, sondern auch bei der Bewertung von Festivals eine entscheidende Rolle bei der Herstellung von Konkurrenzverhältnissen im Feld spielen. Am Gegenstand digitaler Vergleichsmasken auf Einreichplattformen wird zudem dargestellt, wie bereits die technischen Infrastrukturen der Festivals von bestimmten Vorannahmen über die Möglichkeit kompetitiver Kunstvergleiche geprägt sind.
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