
In letzter Zeit hat die Komplexität von Optimierungsproblemen drastisch zugenommen, was zu nichtlinearen, multimodalen, komplex beschränkten und nicht konvexen Suchräumen führt. Im Allgemeinen können deterministische oder konventionelle Optimierungsmethoden solche Probleme nicht ohne Vereinfachungen lösen, was wiederum eine komplexe Aufgaben darstellt. Populationsbasierte Metaheuristiken - wie evolutionäre Algorithmen - sind überzeugende Alternativen zur Lösung komplexer und großskaliger Optimierungsprobleme. Sie stellen kaum Anforderungen an die Formulierung des Optimierungsproblems, da sie keine Konvexität, Linearität, Stetigkeit oder Differnzierbarkeit erfordern. Sie sind in der Lage, lokale Optima zu vermeiden und Zielfunktionen mit Rauschen zu behandeln. Darüber hinaus stehen populationsbasierte Metaheuristiken über eine generische Implementierung zur Verfügung, die ihre Anpassung zur Lösung beliebiger neuer Optimierungsprobleme erleichtert. Diese vorteilhaften Eigenschaften sind jedoch nicht ohne Nachteile, wie der Verlust der Garantie für das Auffinden des globalen Optimums und der hohe Rechenaufwand für die zeitnahe Lösung komplexer Probleme. Um diese Einschränkungen zu überwinden, ist es von großer Bedeutung, die inhärente Parallelität von populationsbasierten Metaheuristiken und ihre Fähigkeit, hybride Methoden zusammen mit anderen algorithmischen Ansätze zu formulieren, zu nutzen. Im Zusammenhang mit der Parallelisierung und Hybridisierung von populationsbasierten Metaheuristiken hat das Interesse am Einsatz robuster und moderner Softwaretechnologien zur Nutzung der gestiegenen Rechenkapazitäten moderner Hardware wie Cluster und Cloud-Umgebungen gewachsen. Trotz dieser Entwicklungen gibt es immer noch offene Herausforderungen, wie man den Parallelisierungsprozess bereits entwickelter populationsbasierter Metaheuristiken in Cluster-Computing-Umgebungen und die Hybridisierung mit anderen Algorithmen erleichtern kann und wie man die parallele Leistung der evolutionären Algorithmen verbessern kann. In dieser Dissertation wird ein generisches, flexibles und skalierbares Verfahren zur Nutzung bestehender populationsbasierter Metaheuristiken im Allgemeinen und evolutionärer Algorithmen im Besonderen in Cluster-Computing-Umgebungen konzipiert und entwickelt. Um mehr Effizienz bei der Parallelisierung und Hybridisierung von evolutionären Algorithmen zu gewährleisten, ist unsere Lösung im Gegensatz zu modernen monolithischen komplexen Softwarearchitekturen hochgradig modular aufgebaut. In unserer Lösung behandeln wir das Problem der Parallelisierung von evolutionären Algorithmen durch die Einführung zweier Methoden. In beiden Methoden stellen wir eine neue Perspektive für die Realisierung und den Einsatz verschiedener paralleler Modelle evolutionärer Algorithmen in Cluster-Computing-Umgebungen vor, indem wir zwischen Funktionalitäten, die mit den evolutionären Algorithmen zusammenhängen, und solchen, die mit den Parallelisierungsmodellen zusammenhängen, unterscheiden. Wir entkoppeln die grundlegenden Bausteine jeder Funktionalität und kapseln sie in separater und autonomer Software, die als Service bezeichnet wird. Dies ermöglicht es den Entwicklern von evolutionären Algorithmen, die Bausteine einfach zu kombinieren, um eine der grundlegenden Parallelisierungsmodelle umzusetzen. Während sich die erste Methode darauf fokussiert, bestehende evolutionäre Algorithmen auf eines der grundlegenden Parallelisierungsmodelle wie das Global Modell und das Coarse-Grained Modell abzubilden, fokussiert sich die zweite Methode darauf, zwei oder mehr der grundlegenden Parallelisierungsmodelle in einer hierarchischen Form zu kombinieren, um die parallele Leistung des EA zu verbessern, indem die Nachteile jedes Modells reduziert und die Vorteile genutzt werden. Um die Leistung und die Anwendbarkeit der evolutionären Algorithmen in einem breiten Spektrum von Anwendungsszenarien zu verbessern, ist ein Hybridisierungsprozess zwischen bestehenden evolutionären Algorithmen und anderen Algorithmen in Cluster-Computing-Umgebungen erforderlich. Um eine solche Hybridisierung zu ermöglichen, wird unsere Lösung weiterentwickelt, wobei zwei neue Hybridisierungsansätze für das partielle Seeding der initialen Population von evolutionären Algorithmen durch den Einsatz von maschinellen Lernen untersucht werden. In dieser Arbeit stellen wir Mechanismen vor, die die Zusammenarbeit von evolutionären Algorithmen mit anderen Algorithmen und Werkzeugen wie Simulatoren und Vorhersage-Frameworks erleichtern. Unsere Benchmark-Experimente mit realen Optimierungsproblemen zeigen, dass die vorgeschlagene Methode nicht nur die Skalierbarkeit und die Leistung von evolutionären Algorithmen erhöht, sondern auch deren Anwendbarkeit, indem sie neue Perspektiven für die Anwendung evolutionärer Algorithmen auf ein breites Spektrum von realen Optimierungsproblemen eröffnet.
ddc:004, Machine Learning, Global Model (Master-Worker Model), DATA processing & computer science, Hierarchical Model, Hybrid Evolutionary Algorithms, Parallel Evolutionary Algorithms, Coarse-Grained Model (Island Model), info:eu-repo/classification/ddc/004, 004, Cluster Computing
ddc:004, Machine Learning, Global Model (Master-Worker Model), DATA processing & computer science, Hierarchical Model, Hybrid Evolutionary Algorithms, Parallel Evolutionary Algorithms, Coarse-Grained Model (Island Model), info:eu-repo/classification/ddc/004, 004, Cluster Computing
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