
doi: 10.48548/pubdata-212
Das Rahmenpapier gibt zunächst einen Überblick über die Forschungsergebnisse zu den philosophischen und kulturwissenschaftlichen Grundlagen der Erinnerungstheorie. In den vorgelegten Aufsätzen wurden nicht einfach schon vorhandene philosophische Grundlagen aufgenommen und zusammengestellt, sondern hinsichtlich ihrer Relevanz für die Erinnerungsforschung zuallererst entwickelt, entfaltet und geschärft. Dies gilt vor allem für die Ausgangspunkte bei Ludwig Wittgenstein, John Locke und John L. Austin, die geeignet sind, die bis dato fehlende sprachphilosophische Reflektion für die Erinnerungstheorie fruchtbar zu machen. Wittgensteins und Austins hier einschlägige Texte stehen im Kontext der Sprachphilosophie und wurden zuvor nicht im Zusammenhang der memory studies gelesen, obwohl sie hier wichtige Impulse für die Debatten geben können. Im Anschluss an Wittgenstein zeige ich, wie die Argumente für die Unmöglichkeit eines rein privaten Erinnerns hilfreich sein können für ein fundiertes Verständnis des Umstands, dass Erinnerung immer ausgehandelt wird. Dies kann dann auch für die Untersuchung materialer Felder nutzbar gemacht werden, wie die später dargestellten Ergebnisse zu exemplarischen Kontexten vor allem aus deutscher Geschichte und Postkolonialen Kontexten zeigen.
Sprechakttheorie, Erinnerungstheorie, 300 Sozialwissenschaften, Sprachphilosophie, Erinnerung, Memory Studies, Erinnerungskultur, Repräsentation
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