
doi: 10.34657/34625
Junge Menschen bilden vielfältige Erinnerungspraktiken aus, die von familiären Einflüssen, schulischen Erfahrungen und dem Austausch in informellen und non-formalen Peerbeziehungen beeinflusst werden. Das Buch dokumentiert die Erforschung dieser Praktiken, die in Teilen partizipativ angelegt war, und ermöglicht Einblicke in die Erinnerungskultur der deutschen Migrationsgesellschaft. Dabei werden historische Bezüge zum Nationalsozialismus sowie aktuelle Ereignisse mit rassistischem Hintergrund in der Bundesrepublik Deutschland reflektiert. Teilnahme- und Teilhabemechanismen in verschiedenen Handlungsfeldern wie der Offenen Jugendarbeit und der Jugendverbandsarbeit werden thematisiert und Ergebnisse qualitativer Daten aus Interviews und ethnographischen Feldbeobachtungen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen diskutiert. Diese interdisziplinäre und methodenplurale Studie reflektiert die komplexe Struktur von Erinnerungspraktiken und Gedächtnisstudien und ist das Ergebnis eines mehrjährigen Forschungsprojekts.
000 | Informatik, Information und Wissen, allgemeine Werke
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