
doi: 10.3262/dj2409381
Lebensweltliche Schwerpunkte Jugendlicher und junger Erwachsener haben sich in einer zunehmenden Anzahl von Städten in letzter Zeit in auffälliger Weise in die Stadtbibliotheken verlagert. Diese urbanen Orte haben für Jugendliche offensichtlich eine besondere Aufenthaltsqualität entwickelt, so dass sie in ihrem Alltag deutlich wichtiger geworden sind. Susanne Krüger, Thomas Meyer, Stefanie Schilling und Lea Woog stellen im Beitrag Entwicklungen und konzeptionelle Ideen aus Stuttgart dar. Sie spüren den Kooperationspotenzialen von Stadtbibliotheken und Mobiler Jugendarbeit nach und berichten von Angeboten und Strukturen, die sich an dieser Schnittstelle von städtischer Kulturförderung und Mobiler Jugendarbeit ergeben haben. Entwickelt wurde in dieser Kooperation z.B. das niederschwellige Format der „Soundsession“, bei dem Jugendliche verschiedene Musikinstrumente erkunden können. Andere hier entwickelte Formate adressieren den Umgang mit Geld, das Interesse an Musik und Gemeinschaft („Silent Disco“) oder eröffnen einen Zugang zu Psychotherapie. Reflektiert werden die für diese Schnittstelle sinnvollen Formen der Kooperation. Das Projekt hat sich von einem ursprünglich delinquenzorientierten, deeskalierenden und dienstleistungsorientierten Ansatz hin zu einem stärker konzeptionell-angebotsorientierten Modellprojekt entwickelt.
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