
doi: 10.25673/94069
Das Phänomen der bistabilen Wahrnehmung beschreibt das Erkennen zweier verschiedener Interpretationsmöglichkeiten beim Betrachten desselben Bildes. Die Fähigkeit zu ebenjener Wahrnehmung wird durch vielfältige Mechanismen im Neurotransmitterhaushalt des primär visuellen Kortex und übergeordneter visueller Zentren bestimmt. Die transkutane Vagusnervstimulation (tVNS) hat, neben zahlreichen weiteren Wirkungsweisen, Einfluss auf die Höhe der GABA-Konzentration. Das primäre Ziel dieser prospektiven Studie im Cross-over-Design war, unsere Hypothese, tVNS verbessere über eine Erhöhung der GABA-Konzentration die Stabilität der bistabilen Wahrnehmung, zu evaluieren. An 35 gesunden Probanden testeten wir jeweils vor und nach tVNS bzw. einer Placebo-Stimulation zwei Perzepte zur bistabilen Wahrnehmung. Darüber hinaus analysierten wir den Einfluss auf die Fähigkeit zur Winkeldiskrimination und untersuchten die VSEPs, eine Möglichkeit die tVNS im EEG sichtbar zu machen, an den jeweiligen Testpersonen. In unserer Studie konnten wir keinen Zusammenhang zwischen der tVNS und der Stabilität der wahrgenommenen Bilder feststellen. Auch bei unseren Tests zur Winkeldiskrimination und der Messung der VSEPs konnten wir keine Parallelen zur tVNS herstellen. Wir konnten lediglich zeigen, dass die Stabilität der unterschiedlichen Perzepte bei den verschiedenen Probanden insgesamt miteinander korrelierten. Das gibt Hinweise auf die komplexen zugrundeliegenden Mechanismen der bistabilen Wahrnehmung und zeigt die bestehenden großen interindividuellen Unterschiede.
ddc:610, ddc:612, Visuelle Wahrnehmung, Vagus, 830, 610, 612, Aminobuttersäure gamma-, 612.811
ddc:610, ddc:612, Visuelle Wahrnehmung, Vagus, 830, 610, 612, Aminobuttersäure gamma-, 612.811
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