
doi: 10.25365/thesis.9685
Durch die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Pränataldiagnostik hat sich die Vorstellung verbreitet, Eltern könnten sich heutzutage darauf verlassen, nichtbehin-derte und gesunde Kinder zu bekommen. Die Gesundheit des Kindes erscheint als Verpflichtung sowohl dem Kind, als auch der Gesellschaft gegenüber. In aktuellen Untersuchungen spricht man von einer Abtreibungsrate nach einem positiven Befund von über 90 %. Viele Mütter greifen bei ihrer Entscheidung bezüglich der Inan-spruchnahme pränataler Diagnosemethoden auf Bilder von Behinderung zurück, wie sie etwa in den Medien vermittelt werden. Die Diplomarbeit greift diesen Zusammenhang auf und untersucht mittels qualitativer Inhaltsanalyse, welches Bild von Behinderung bzw. von Menschen mit Behinderung in den monatlich erscheinenden Ratgebern der Zeitschrift ELTERN vermittelt wird. Analysiert wurden dabei insgesamt 47 in den Ausgaben der Jahre 2006 bis 2008 er-schienenen Beiträge, welche sich mit Behinderung befassen. An den Ergebnissen die-ser Untersuchung zeichnen sich deutlich die Aktualität und die immer größer werden-de Bedeutsamkeit der Pränataldiagnostik ab. So stieg die Anzahl der Beiträge, in de-nen Behinderung angesprochen wird, kontinuierlich mit dem Erscheinungsjahr der Ausgabe. Die Thematik Behinderung wird aus sehr unterschiedlicher Sichtweise be-leuchtet, wodurch den LeserInnen eine große Bandbreite an Informationen geboten wird. Obwohl Parallelen zu einzelnen typischen Darstellungsweisen erkennbar sind, wird keine eindeutige Tendenz zu einer bestimmten Weise der Darstellung erkennbar.
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