
In den letzten Jahren haben sich durch verschiedene Faktoren wie die Digitalisierung und Liberalisierung des Welthandels erhebliche Fortschritte in den Abläufen der Arbeitsstrategien entwickelt. Ein besonders hohes Interesse besteht an der modernen Arbeitsform „Home-Office“, welches sich durch die aktuelle Coronavirus-Pandemie zusätzlich erweitert hat. Während diese Arbeitsform augenblicklich eine priorisierte Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie ist, führte das auch, insbesondere durch die Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen, zu einer starken Verbreitung der Tätigkeit im Home-Office. Hintergrund, ein mögliches Recht auf Home-Office zu untersuchen ist, dass die neue Arbeitsform dem Arbeitnehmer zur Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung seiner Tätigkeit verhelfen kann. Problematisch ist, dass das geltende Arbeitsrecht nicht kompatibel mit den modernen Arbeitsstrukturen ist und bestehende arbeitsrechtliche Ansprüche sich auf das klassische Normalarbeitsverhältnis erstrecken. Im Folgenden wird die Rechtsordnung im europäischen Arbeitsrecht untersucht, um die Probleme herauszuarbeiten, die einer Einführung einer unionsweiten „Home-Office Verordnung“ entgegenstehen. Die Darstellung orientiert sich zum einen an den Rechten der Arbeitnehmer innerhalb der Europäischen Union und zum anderen an Entscheidungen des EuGHs und den daraus erstandenen Folgen. Die Niederlande ist der einzige Mitgliedstaat, der ein Recht auf Home-Office eingeführt hat. Im Zuge dieser Thesis wird geprüft, ob auch in Deutschland ein solcher Rechtsanspruch durchsetzbar wäre. Welche Erschwernisse mit den Vorgaben des Datenschutzes im Home-Office einhergehen, runden die Arbeit ab.
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