
Diese Arbeit vergleicht die Wertevermittlung des katholischen und evangelischen Religionsunterrichts mit jener eines säkularen Ethikunterrichts. Dabei wird die These aufgestellt, dass der Ethikunterricht zeit-, und gruppengebundene Werte behandelt, während der Religionsunterricht universelle Glaubenswahrheiten thematisiert. Es wird angenommen, dass eine moderne, pluralistische Gesellschaft relativistische Werte anstatt universeller Normkonzepte benötigt, und deswegen der Ethikunterricht für die Bildung junger Menschen in einer solchen Gesellschaft dienlicher ist. Um diese These zu überprüfen findet, eine Schulbuchanalyse statt, bei der die Behandlung der Themen Wahrheit und Gerechtigkeit und der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen in einer katholischen-, und evangelischen Schulbuchreihe und einer Ethik-Lehrbuchreihe miteinander verglichen werden. Dabei wird die Aufarbeitung der Themen, das mögliche Ziel dieser Aufarbeitung, sowie deren Beitrag zu Wertevermittlung untersucht. Es wird gezeigt, dass die christlichen Schulbücher alle behandelten Themen unter dem Gesichtspunkt religiöser Glaubenswahrheiten behandeln und lediglich die Ethikbücher relativistische Werte vermitteln. Diese Arbeit kommt deswegen zum Schluss, dass der Ethikunterricht mit der Vermittlung zeit- und gruppengebundener Werte als Pflichtfach für alle SchülerInnen unerlässlich ist, da er es diesen ermöglicht, zu gemeinschaftsfähigen Mitgliedern einer pluralistischen Gesellschaft zu werden.
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